Der Tee zieht in der Tasse, sein Duft erfuellt den Raum –
ein Labsal fuer die Seele, das niemals endet, kaum.
Denn Wassertropfen steigen auf, als Dampf so fein,
und stimmen Melodien an im Weltenrund, so scheint’s uns ein.
Man darf getrost sich sehnen, einzutauchen tief und weit
in jene Welt des Tees, wo einst der Schnee zerrann vor Herrlichkeit.
Auf Fragen folgen Antworten, wenn der Dampf sich sanft erhebt
und sich mit den Teeblaettern vergangener Tage zu Versen verwebt...
Bei einer Tasse Tee eilen Antworten herbei,
die Blaetter geben bereitwillig ihr Aroma frei...
Gaebe es nur Wasser... Teequellen warten schon...
Auch wenn Gespraeche klingen, ruft die Stille der Gedanken ihren Lohn...
Fragen werden zu Antworten, wie ein Strauss aus Bluetenkraft,
und wer die Gnade des Tees genoss, ist in Wissen eingehuellt, das Leben schafft.
O Tee der Jahrtausende, unzaehlbar die Zahl
der Staeubchen der Langlebigkeit, des Honigs Zauberstrahl...
O Wonne des Tees – des Lebens Geist, der sanft verweilt,
und winterliche Kuehle – der Fruehling, der erblueht.
Uebersetzt aus dem russischen: О, чайная отрада
http://proza.ru/2024/11/15/1731