In einer Welt des Gluecks

Сиия Тата
In dieser Welt aus Freudentraenen,
in dieser Welt aus Traenen der Not,
zwischen Linien der Machtlosigkeit
und Linien der Macht – da sind wir;
wir reiften an Traeumen der Kindheit,
an Traeumen der Jugend, so reich,
nahmen mit ins Alter, was wir besassen –
denn in Traeumen ist jeder nur Gast.
Doch bisweilen beschenken uns
schoene Maerchen unverhofft mit Gutem,
damit wir wissen: Das Glueck liegt im Hemd,
oder dort, wo das Rad sich dreht;
doch manchmal – welch ein Wunder –
folgen die Gefuehle dem Glueck,
oder kreisen auf Fluegeln der Inspiration,
als stuenden bald neue Welten bereit –
vom Papierschiffchen zur Yacht,
vom Meer der Schiffe zur ISS –
wie schoen ist es doch, ein Maerchen zu bereichern –
mit Ideen und Einfaellen, die Gestalt annehmen,
mit Fortsetzungen, Buchstabe fuer Buchstabe,
mit Zeilen, die sich an Zeilen reihen – zu grossen Gedichten
oder auch kleinen; Hauptsache, sie klingen im Einklang
mit irgendetwas, irgendwo, mit diesem und jenem;
man bestellte sie sich – und nahm sie an,
oder lehnte sie ab – und sie zogen von dannen,
oder man beschenkte andere mit Traeumen,
auf dass sie in Welten Wirklichkeit wuerden –
das ist Glueck, wie Sterne am Himmelszelt;
man kann einfach in die Leere blicken,
sich in Lichtstrahlen fallen lassen, und Schaukeln
wirbeln den wunderbaren Traum empor;
wer euch zu sich lud – dem begegnet nun offen;
lasst zu, wovon ihr so sehr zu traeumen begehrt,
doch weist ab, was nicht Gutes in sich traegt –
und lehrt durch die Liebe das Traeumen.
Die Liebe besitzt eine wunderbare Eigenschaft:
Sie verkuendet alles, wie es ist, in voller Fuelle –
wie durch ein Fenster, das dem Glueck offensteht,
und empfaengt, was kommt, um Gutes zu schenken.
In dieser Welt aus Freudentraenen,
in dieser Welt aus Traenen der Not,
ersehnt man sich jenes wunderbare Glueck,
das aus Wissen Welten erschuf –
durch das Vereinen kleinster Teilchen,
als Glied in einer Kette,
als friedliches Atom, als aufsteigender Vogel,
dort, wo das Feuer zu schmelzendem Eis wird.
Die Pforten des Unbekannten oeffnen –
wie beim Eintritt in einen Tempel, auf der Reise ins Leben –,
und durch Gedanken in Gedankenformen eintreten,
getragen von jenem Traum, der im Glauben fuer den Frieden steht.


Uebersetzt aus dem russischen: В мире счастья
http://proza.ru/2026/06/29/1830