Und nur die Farbe der Natur auf den Lippen

Ñèèÿ Òàòà
    - Wenn man, im Kinderwagen stumm und schlicht,
kein Wort zu sagen wagt,
dann scheint die ganze Welt so leer –
nur die Farbe der Natur auf den Lippen.

    - Und Fruehlingsfarben trueben meinen Blick,
sie sind ueberall, als wuerden sie mich verfolgen;
ich kann nicht aufstehen, kann nicht fliegen,
um diese Farbe zu beruehren – so wie dich.

    - Einander fremd zu sein ist auch nicht leicht,
waehrend man versucht, den Blick zu erhaschen –
einen Blick, der schon seit Tagen nicht mehr schlaeft,
und wenn er doch schlaeft, dann sieht er mich im Traum.

- Ein ploetzliches Licht liess alles andere –
wie gewohnt – in die Ecken verschwimmen,
doch der Fokus blieb stets auf jenem Punkt,
an dem selbst Goetter sich nicht sattsehen koennen.

    - Erinnerungen sind suesser, als den Pinsel
anzusetzen fuer ein neues Bild auf der Leinwand –
statt ein Werk zu vollenden und zu besiegeln,
lieber das Leben fuehren, das man in sich erdachte.

    - Bei den Windungen eines nicht irdischen Gedankens
wird dem toerichten Kopf schon mal schwindelig;
man moechte rechtzeitig rufen: „Halt inne!“ –
doch ach, er ist schon wieder davongeeilt, wie immer.

    - Das kleine Sofa nahm meine Traurigkeit auf,
die Federbetten wurden immer weicher und bauschiger,
und ein Kirschkern – ganz beilaeufig –
lenkt den Traum dorthin, wo ich dir entgegenlaufe.

- Ich hab dich in meinen Traeumen entfuehrt,
der ganzen Welt entrissen, ganz fuer mich –
und du hast nichts dagegen – in deinen Augen las ich,
dass diese virtuelle Heldentat alles verdarb.

    - Ein Doppeltes Mass, gefangen in einer Seele –
sich an der Liebe laben oder am Tun,
eine Luecke finden, das Unheil abwenden
von der Welt, von dir... (die Liebe ist nur ein Traum).

    - Eines beunruhigt meine Seele (mag sein),
eine Melodie, die schon am Anfang da war –
doch ich glaube, ich werde sie noch ergruenden,
sobald sich die Trauer gelegt hat.

    - Oh, diese Welt ist voll von Traurigkeit,
ich bin es leid, in der Vergangenheit zu schwinden,
im Kreis zu fliegen, Bruchstuecke zurueckzuholen,
um sie im schoensten Augenblick in Liebe zu verwandeln.

- Doch jedes Mal, sobald es gelingt,
etwas zu finden und „neu zu faerben“,
wandelt die Welt ihr altes Antlitz,
und alles wird unwiderruflich schoener.

    - Es ist der Fruehling, der fuer die Liebe verharrt,
durch ihn ruecke ich alles wieder an seinen Platz;
denn besser ist es, in unbesungener Stille zu leben,
als in Kriegen, die man – allzu sorglos – anerkennt.

    - Wo du bist, da bin auch ich, in Gedanken ganz bei dir;
spiegelnde Baeche – sie sind ueberall,
das Chaos der Natur – ein Fundament des Lebens...
die Strahlen der Liebe zeichnen Harmonie...



Uebersetzt aus dem russischen: È òîëüêî öâåò ïðèðîäû íà ãóáàõ
http://proza.ru/2020/04/04/355