„Op“ „Op“ – (russisch) "Îïú" "Îïú" - Heilwurzeln im Voynich-Manuskript, Folio 99r.
„Ich streichele einen Tropfen des Ozeans“ – schliesslich muss man Apotheker werden, um alle Mohn- und Lotusarten und ihre Rhizome zu kennen und das geheimnisvolle Manuskript so zu lesen, wie es der Heiler selbst verfasst hat. Hier ist ein weiterer „Fehler“ auf Seite 99r des Voynich-Manuskripts: zwei Heilwurzeln mit identischen Inschriften – „Op“ „Op“.
Quelle fuer die ;bersetzungen aus meinem Alphabet ins Slawische: „Akademischer Uebersetzer“. Quellen fuer die verwendeten Abbildungen: das Voynich-Manuskript selbst und das deutschsprachige Buch von Peter Roitzsch, *Das Voynich-Manuskript: Ein ungeloestes Raetsel der Vergangenheit*.
„Op“; „Ope“; „Op“; „P“ – eine Wurzel, ein Anfang und ein linderndes Heilmittel, das von Heilkundigen im 14. Jahrhundert ebenso geschaetzt wurde wie heute.
„P“ – *pokoy* (Frieden/Ruhe). Der siebzehnte Buchstabe des altrussischen Alphabets, benannt als *pokoy*; sein Zahlenwert betraegt 80 (oder achtzigtausend).
P – ein Buchstabe des Alphabets. Man nimmt an, dass er aus einer aegyptischen Hieroglyphe hervorging, die einen „Mund“ darstellte; semitische Voelker wandelten diese ab und nannten sie „pe“. Unter diesem Namen gelangte der Buchstabe in das phoenizische Alphabet, wo er eine rundere Form annahm. Im Griechischen wurde der Buchstabe „Pi“ in verschiedenen Varianten geschrieben, darunter auch in einer hakenartigen Form mit rechten Winkeln. Die Roemer, die den Buchstaben uebernahmen, rundeten ihn ab, woraus die heute gebr;uchliche Form entstand. Das P ist der 16. Buchstabe im russischen, griechischen (Pi) und englischen (P) Alphabet sowie der 17. Buchstabe im kyrillischen Alphabet – wo er „pokoi“ genannt wird – und im hebraeischen Alphabet, wo er als „phe“ oder „pe“ bekannt ist. Grafisch stellt der Buchstabe eine Stange oder einen Stab dar. Sein Zahlenwert betraegt im Kyrillischen, Griechischen und Hebraeischen 80, waehrend er bei den Pythagoreern der Zahl 100 entspricht. In der Kabbala wird „pe“ traditionell durch den Mund symbolisiert. Der Buchstabe korrespondiert mit dem sechzehnten Tarot-Arkanum, in dem er fuer Sieg, Willenskraft und Selbstbeherrschung steht. Der ihm zugeordnete Planet ist der Mars.
OPIUM – [lat. *opium*, griech. *opion*; von *opos* – Saft – Mohnsaft] – ein aus unreifem Mohn gewonnenes Betaeubungsmittel (das in geringen Dosen schmerzlindernd wirkt). Im uebertragenen Sinne: ein berauschendes Mittel; der aus unreifen Mohnkapseln gewonnene Saft; in getrockneter Form von brauner Farbe; ein in der Medizin verwendetes, aeusserst starkes Betaeubungsmittel.
! Der unerlaubte Gebrauch von Betaeubungsmitteln, psychotropen Stoffen und deren Analoga schadet der Gesundheit; ihr unerlaubter Handel ist verboten und zieht gesetzlich festgelegte Sanktionen nach sich.
Der Schlafmohn (*Papaver somniferum*) ist eine grosse, blaugruen bereifte, krautige und einjaehrige Pflanze, die eine Hoehe von 100–120 cm erreicht und nur wenige Verzweigungen aufweist. Behaarung ist kaum oder gar nicht vorhanden; wenn, dann tritt sie nur an den Blattadern oder Bluetenstielen auf. Die Pflanze besitzt ein Pfahlwurzelsystem. Der Staengel ist aufrecht, glatt sowie blaugruen gefaerbt und verzweigt sich im oberen Bereich.
Der Mohn nimmt in den mythisch-rituellen Traditionen des Balkans und des slawischen Raums einen besonderen Stellenwert ein[9]. Bei den meisten V;lkern wurde diese Blume mit der Symbolik von Schlaf und Tod verknuepft; in der griechischen Mythologie ist der Mohn ein Attribut des Hypnos, des Gottes des Schlafs, sowie der Nyx, der Personifikation der Nacht[10]. Sie war zudem eines der Symbole der Demeter, der Goettin des Ackerbaus; einer ihrer Beinamen lautete Mekone, was „mit dem Mohn verbunden“ bedeutet (Mekon, woertlich „Mohn“, war der Name ihres mythischen Geliebten[11]). Aufgrund ihrer aussergewoehnlichen Fruchtbarkeit wurde die Blume in Volksglaube und Ritualen haeufig mit Fruchtbarkeit assoziiert[10]. Zugleich verweist diese Eigenschaft auf die Verbindung der Goettin zum Totenreich: Sie ist die Verkoerperung von Mutter Erde – die alles Lebendige hervorbringt und die Toten in ihren Schoss aufnimmt – sowie die Mutter der Persephone, der Herrscherin der Unterwelt. Die Roemer glaubten, der Mohn sei der Ceres (dem Gegenstueck zu Demeter) heilig, da er inmitten von Getreidefeldern waechst[12]. In spaeteren Legenden wird der Mohn haeufig mit unschuldig vergossenem Blut in Verbindung gebracht: So entstand die Vorstellung, dass die ersten Mohnblumen aus Blutstropfen des gekreuzigten Christus hervorgegangen seien[12].
Die Familie der Mohngewaechse umfasst etwa 45 Gattungen und bis zu 700 Arten, die ueberwiegend in der noerdlichen gemaessigten Zone verbreitet sind. Die Gattung *Corydalis* (Tabelle 31) weist die groesste Artenvielfalt auf (ueber 300 Arten). Die Gattung *Papaver* (Mohn) ist mit etwa 100 Arten etwas kleiner. Die gem;;igten und subtropischen Regionen der Alten und Neuen Welt beherbergen die meisten Gattungen und Arten dieser Familie. Eine geringe Anzahl von Arten kommt im s;dlichen und suedoestlichen Afrika sowie in Australien vor. In der Arktis sind Mohngewaechse deutlich seltener anzutreffen, und in den Tropen beschraenkt sich ihr Vorkommen meist auf Hochgebirgslagen. Die Familie umfasst zahlreiche endemische Gattungen.
So ist beispielsweise *Sanguinaria* in der floristischen Region des atlantischen Nordamerikas endemisch, waehrend *Hylomecon*, *Macleaya* (Tafel 33) und *Pteridophyllum* Endemiten der ostasiatischen Region sind. *Romneya* und *Dendromecon* wachsen in der Madreanischen Florenregion. Die Gattung *Hypecoum* kommt ausschliesslich in der Holarktis vor; Arten dieser Gattung sind im Mittelmeerraum, in Suedosteuropa, Zentralasien, Sibirien, im Himalaya und in China verbreitet.
Lotus (Seerose): Die Rhizome dieser ostasiatischen Seerose werden haeufig in der chinesischen und japanischen Kueche verwendet. „Lotus“ war die Bezeichnung, die die alten Griechen verschiedenen Pflanzen gaben, deren Fruechte als Nahrungsmittel verzehrt wurden.
Seerose: Ihr dickes Rhizom enthaelt aetherische Oele, Staerke, Zucker, Proteine sowie ein besonders seltenes Alkaloid. Eine spezielle, aus den Wurzeln hergestellte Paste weist antibakterielle, antimykotische und gegen Trichomonaden wirksame Eigenschaften auf. Ein aus diesem Pflanzenteil zubereiteter Absud wird zur Behandlung von Tuberkulose sowie schweren Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt.Der Lotus, eine von vielen Voelkern als heilig verehrte Pflanze, waechst in stehenden oder langsam fliessenden Gewaessern. Seine grossen Blueten – mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm – veraendern im Laufe des Tages ihre Farbe. Im Buddhismus gilt der Lotus als traditionelles Symbol spiritueller Reinheit; er entspringt truebem Sumpfwasser, entfaltet sich jedoch zu einer praechtigen, makellosen und reinen Bluete. Im alten Aegypten wurde der Sonnengott Ra aus einem Lotus geboren, und die Zepter der Pharaonen waren der Form einer Lotusbl;te an einem langen Stiel nachempfunden, da die Pflanze auch als Attribut hoechster Herrschaftsgewalt galt.
Der Lotus ist ein Symbol fuer Leben und Glueck. Da er sich aus dem Schlamm erhebt, ohne beschmutzt zu werden, gilt er fast ueberall als Symbol fuer Reinheit, Vollkommenheit und Schoenheit. Der Lotus ist ein Attribut der Isis, die haeufig sitzend auf ihm dargestellt wurde. Die Bezeichnung „Lotus“ bezieht sich auf verschiedene Pflanzenarten, die in Aegypten und Indien vorkommen. Der indische und der chinesische Lotus sind Nutzpflanzen, aus denen Brot, Tinkturen und R;ucherwerk hergestellt werden. Beim aegyptischen Lotus handelt es sich um eine Seerose. Auch bestimmte Varietaeten des indischen Lotus wachsen im Wasser; hierbei handelt es sich um den heiligen Lotus. Der Lotus symbolisiert das Androgyne – er verk;rpert eine maennliche Knospe innerhalb einer weiblichen Bluete. Er steht fuer die Einheit der Gegensaetze und fuer die Selbsterschaffung. In Aegypten und Indien symbolisierte der Lotus Schoepfung und Wiedergeburt sowie die Erneuerung des Lebens. In dieser Eigenschaft ist er dem Buddha heilig, der haeufig sitzend auf einer Lotusbluete dargestellt wurde. In Aegypten war der Lotus ein Attribut des Osiris. Auch Horus erhob sich aus einem Lotus, der den Urgruenden entstammte, was die Geburt der Welt aus Feuer und Wasser versinnbildlichte. Der Lotus wurde zudem als Boot dargestellt und stand fuer die Auferstehung aus den Wassern des Todes. Er symbolisierte die mit der jaehrlichen Nilflut verbundene Wiedergeburt des Lebens. Darueber hinaus ist er das Emblem Oberaegyptens, so wie der Papyrus das Symbol des Nordens darstellt. In der tibetischen Tradition repraesentiert der Lotus das Rad des Lebens, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig gegenwaertig sind. Die ungeoeffnete Knospe, die erbluehte Blume und die Lotussamen symbolisierten jeweils Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, waehrend die „Perle im Lotus“ die Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod sowie das Erreichen des Nirvana versinnbildlichte. In den esoterischen Lehren der Aegypter, Hindus, Chinesen und Japaner diente der Lotus als Symbol fuer die geistige Entfaltung. Die oestliche Tradition nutzt den Lotus, um drei Stadien des menschlichen geistigen Wachstums zu veranschaulichen: Unwissenheit, das Bemuehen, diese zu ueberwinden, und die erlangte Erkenntnis. So wie der Lotus in drei Elementen existiert – Erde, Wasser und Luft –, so lebt auch der Mensch in drei Welten: der materiellen, der geistigen und der spirituellen. Dabei versinnbildlicht das Wasser, in dem der Lotus gedeiht, die wandelbare Welt der Illusionen. Als Symbol fuer Schoepfung und Erkenntnis repraesentiert die Lotusbluete auf indischen Spielkarten den Buddha-Avatar. Ebenso wie die Rose und die Lilie im Westen symbolisiert der Lotus das muetterliche Geheimnis der Schoepfung – ein Konzept, das durch das Entfalten der Bluete veranschaulicht wird. In Indien gilt der Lotus als heilig und als Symbol der *Yoni*, womit das muetterliche Schoepfungsgeheimnis gemeint ist. Die hinduistische mystische Geografie betrachtet den Lotus als Abbild der Erde, die wie eine Wasserblume auf der Oberflaeche des Ozeans schwimmt. Der Lotus ist eines der Attribute Vishnus, des Erhalters, und ein Sinnbild fuer die Entfaltung des Lebens. Die aus Vishnus Nabel hervorgehende Lotusbluete symbolisiert das aus der Zentralsonne entstehende Universum und verkoerpert zugleich eine der Erscheinungsformen von Vishnus Gefaehrtin Lakshmi, der Goettin des Gluecks und der Schoenheit. Im alten Aegypten galt der blaue Lotus – der sich tagsueber oeffnet und bei Einbruch der Daemmerung schliesst – als Symbol fuer die Morgendaemmerung und das Erwachen aus dem Schlaf; dementsprechend wurde er den Verstorbenen in den Sarg gelegt, auf dass sie im Jenseits erwachen moegen. Der weisse Lotus hingegen, der sich nur bei Nacht oeffnet, galt als Symbol des Schlafs. Motive, die den geoeffneten oder geschlossenen Lotus zeigten, entwickelten sich zu einem bedeutenden Element der aegyptischen Ornamentik. Farbe, Groesse und Anzahl der Lotusbl;tenblaetter bestimmen die Symbolik der Pflanze. Der Lotus mit fuenf Bluetenblaettern birgt vielfaeltige Bedeutungen: Er symbolisiert die fuenf Sinne und Welten sowie Geburt, Initiation, Vermaehlung, Ruhe von der Arbeit und den Tod. Ein Lotus mit sieben Bluetenblaettern steht fuer die sieben Planeten. In Indien galt der Lotus mit acht Bluetenblaettern als das Herz des Seins – der Wohnsitz Brahmas – und als sichtbare Manifestation okkulter Wirksamkeit. Der Lotus mit neun Bluetenblaettern ist ein Symbol fuer den Menschen, waehrend jener mit zwoelf Bluetenblaettern das Universum und Gott repr;sentiert. Zudem versinnbildlichte die Lotusbluete verschiedene Chakren: Die vierblaettrige entsprach dem Sakralzentrum, die sechsblaettrige der Prostata, die zehnblaettrige dem Solarplexus und Nabel, die zwoelfblaettrige dem Herzzentrum und die sechzehnblaettrige dem Kehlzentrum. Im europaeischen Mittelalter wurde der Lotus mit der mystischen Mitte, dem Herzen und der Sonne in Verbindung gebracht; ein vielblaettriger Lotus mit einem Dreieck im Zentrum symbolisierte die Leere und stand fuer die hoechste Offenbarung. Der Lotus war ein Element ausgepraegter religioeser Symbolik: In Aegypten versinnbildlichte er die heilige Koenigswuerde, waehrend er in Griechenland als Hochzeitslager fuer Zeus und Hera auf dem Berg Ida diente. In Rom verwandelte sich die Nymphe Lotis, als sie vom luesternen Priapos verfolgt wurde, in einen Lotus. In den *Metamorphosen* beschreibt Ovid, wie sich Dryope nach dem Pfluecken einer Lotusblume in einen Lotusbaum verwandelte. Waehrend der Lotus bei den Roemern als Blume Apollos galt, wurde er fuer die fruehen Christen zur „Blume des Lichts“ und symbolisierte die Dreifaltigkeit und Christus. Der Lotus diente den Griechen, Roemern und fruehen Christen auch als Trauerblume.
Basierend auf Materialien von Online-Uebersetzern und Buechern.
Uebersetzt aus dem russischen: Îïú Îïú êîðíè äëÿ ëåêàðñòâà â ÌÂ 99r
http://proza.ru/2015/04/26/177
Meine Transkripte:
Àíòè÷íûå ðóêîïèñè. Àlte Manuskripte
http://proza.ru/2023/10/27/1632
Das Geheimnis des Voynich-Buches und ich
http://proza.ru/2023/12/23/928
Das Voynich-Manuskript, fliegende Blumen und ich
http://proza.ru/2023/12/23/958
Das „Abracadabra“ auf Folio 67v2 des Voynich-Manuskripts
http://proza.ru/2023/12/23/1053
Buch der Seelen des Voynich-Manuskripts
http://proza.ru/2026/08/15/686
Das Drachensymbol auf Folio 100r des Voynich-Manuskripts (MS 408)
http://proza.ru/2023/10/20/936
Tee-Fluss anbete fuer den Geist der Pflanzen. 16V
http://proza.ru/2023/09/02/858
Badende Nymphen. Dekodierung MV 78r Manuskript
http://proza.ru/2023/12/23/1133
Der Verfasser von Manuskript 408 war Buddhist
http://proza.ru/2026/08/15/806
Das Raetsel der kleinen Buchstaben. Seite 1r MV
http://proza.ru/2026/08/15/984
Op Op Wurzeln fuer ein Heilmittel in MS 99r
http://proza.ru/2026/08/14/2035
Ueber durch Essig verursachtes Leiden: eine Notiz auf Seite MS 116v
http://proza.ru/2023/12/23/1212
Voynich-Manuskript 78r, 75v: Lebende Buecher
http://proza.ru/2023/09/03/1695