О жизни. Ueber das Leben
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Ueber das Leben
Ueberwindet in euch das genetische Uebel eurer Vorfahren und liebt die Natur; dann wird sie euch ihre Geheimnisse und die Geheimnisse der Schoepfung offenbaren. Solange ihr euch gegen Angriffe euresgleichen verteidigen m;sst, k;nnt ihr weder voll sehen noch voll hoeren, denn indem ihr euch geistig gegen moeglichen Schmerz von aussen abschirmt, nehmt ihr nur wenig wahr. All das, was euch in eurem wahren Wesen kennt, kann nicht zu eurem Bewusstsein – dem Geist des Wissens – durchdringen, da eure Seele, jene Lebensenergie, zu einem engen Knaeuel zusammengedr;ckt ist; sie verblasst umso schneller, weil ihr die Beruehrung mit der Fuelle jener Energiesphaeren – jener Gedanken, aus denen das Leben besteht – verwehrt bleibt. Lichtfaeden, die aus Gedankenknaeueln bestehen, beruehren alles und jeden und durchdringen alles, was in der Welt existiert. In einem einzigen Gedankenmoment koennen Sie Ihr Bewusstsein an jeden beliebigen Ort und zu jedem beliebigen Menschen lenken, sofern Sie kaum etwas belastet. Kuenstlich geschaffene Situationen treten haeufiger auf als natuerliche, und die Natur kommt nicht dazu, Sie von deren Last zu befreien. Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit sich selbst umgehen sollen; auf der Suche nach einer Antwort provozieren sie unterbewusst Streit mit anderen, um ihre Probleme auf diese zu uebertragen und zu sehen, wie jene damit umgehen. Ist es notwendig, einen neuen Schmerz zu erzeugen, um den alten loszuwerden? Manche Psychologen und Therapeuten greifen zu einer solchen Praxis, obwohl der Mensch – indem er sich an den Zustand schmerzhafter Empfindungen gewoehnt – nicht von ihnen befreit wird; vielmehr sammelt er sie an und wird sie mit der Zeit unweigerlich weitergeben. Das ganze Leben besteht aus dem Erwerb, der Ergaenzung und der Weitergabe von Wissen. Um die Ausbreitung der Krankheit des Boesen zu verhindern, begannen die Menschen, jene zu isolieren, die sich davon nicht befreien wollten oder konnten; sie hielten sie fuer geistig umnachtet – fuer Menschen ohne jenen Verstand, der nach der Erkenntnis des Lebens strebt (und damit keineswegs nach dessen Ende, sondern nach stetiger Weiterentwicklung durch neues Wissen vom Guten, frei von jeglichen Hindernissen). Menschen, die Schmerz zufuegten und eine kriegerische Haltung einnahmen, wurden als „undurchdringlich“ oder „steinern“ bezeichnet – unbeeindruckt von Wind und Wasser, gleichsam dem Tod verfallen. Und da man in alten Zeiten staerker auf die Stimme des Herzens hoerte, war der Ausdruck „steinernes Herz“ durchaus treffend. Mit dem Aufkommen von Rechtfertigungen fuer das Boese nahm dieses zu; es entstanden grausame Kriege, in denen sich Massen von Angreifern und Verteidigern gegenueberstanden. Die goettliche Natur des Menschen verlor ihre Heiligkeit und erlebte einen Bruch mit jener Natur, die sie einst mit neuem Wissen und neuer Lebenskraft bereichert hatte. Ein Segen liegt im Verstaendnis dessen, was geschehen ist...
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