Dirk und seine Zeit
Vor langer, langer Zeit, noch vor dem Erscheinen von Erik dem Rotbart, dem Zerstoerer der alten Ordnung, als die Imperien in Frieden lebten und das Wort „Chimaere“ noch nicht zum Synonym fuer das Boese geworden war, kurzum vor tausend Jahren, existierte im Zentrum des Westlichen Imperiums ein Koenigreich, so klein, dass ein Reiter, der am Morgen von den suedlichen Grenzen aufbrach, beim Erloeschen des Tages die noerdlichen Gestade erreichte. Das Koenigreich wurde von Lothar dem Frommen regiert, einem Koenig, streng und gerecht. Viele ruhmreiche Taten vollbrachte Lothar, viele Lieder sangen die Troubadoure ueber ihn, viel Tinte verbrauchten die Schreiber, um Lothars Taten in den Chroniken festzuhalten. Er besiegte den Riesen, der das ganze Koenigreich in Schrecken versetzte, trieb die boesartigen Trolle in die Kalten Berge, reinigte den Verzauberten Wald von jeglichem Untoten und so weiter, und so fort.
Mit der Zeit wurde Lothar fromm. Nachdem er die schoene Marina geheiratet hatte, die er aus den Klauen von Kip, dem Wilden Zauberer des Verzauberten Waldes, befreit hatte, zoeg sich der Koenig von seinen Heldentaten zurueck. Das Paar bekam einen Sohn und nannte ihn Dirk, zum Gedenken an den ersten Herrscher des Regenbogenkoenigreichs, Dirk den Maechtigen.
Die Zeit, edle Lords, ist in unserer besten aller Welten vom Herrn so eingerichtet, dass das Junge aufblueht und erstarkt, waehrend das Alte schwaecher wird und verwelkt. Lothar der Fromme verwelkte, und fuer Dirk kam die Zeit, mit dem Schwert sein natuerliches Recht auf die Krone zu beweisen. Auch im Regenbogenkoenigreich war waehrend der Jahre von Lothars Familienglueck vieles geschehen, das das sofortige Eingreifen eines Helden erforderte. In den Kalten Bergen regten sich wieder die Trolle. Auf dem Grossen See begannen Nixen und Wassermaenner, die Fischer zu ertraenken. Die Menschen verliessen ihre Huetten am Ufer, liessen Boote und Netze am Strand verrotten. Doch das groesste Unheil ging vom Verzauberten Wald aus, denn dort hatte sich der Graue Zauberer niedergelassen.
Heute ist ein besonderer Tag, meine dem Herzen teuren Damen und Herren. Ein bedeutender Tag verlangt danach, einen bedeutenden Wein zu verkosten. Er wurde in jener Zeit in Eichenfaesser eingeschlagen, als die Drachen in der sichtbaren Welt erschienen… Ganz recht, Genevieve, der Wein traegt den Namen „Drachentraenen“… Nein, Archie, daran glaube ich nicht. Gegen Untote verlasse ich mich eher auf alte, bewaehrte Mittel: einen Espenpfahl und eine gute Klinge… Schauen Sie genau hin, wie matt er in der Flamme des Kamins funkelt. Lauschen Sie, wie fein und raetselhaft sein Aroma ist... Nein, nein, Herkules. Schnuppere nicht, indem du die Nase in das Glas steckst. Halte das Gefaess in einiger Entfernung und bringe den Wein mit leichten kreisenden Bewegungen zum Rotieren… Doch wir sind abgeschweift. Kehren wir zum Gegenstand unserer Versammlung zurueck, zu den Heldentaten von Dirk, dem Prinzen von Gebluet des Regenbogenkoenigreichs.
Ein Jugendfreund, Graf Sancho, sowie zwei Knappen, Paul und Green, bildeten das kleine Heer des Prinzen.
An einem sonnigen Morgen verliessen sie das Stammlooss. Der gelbe Weg wand sich durch die Felder, lief Huegel hinauf, stieg zu kuehlen Baechen hinab, umging Teiche und schoss wie ein Pfeil durch Orangenhaine. Manchmal, einer jugendlichen Unbeschwertheit folgend, liessen die Freunde ihre Pferde galoppieren und wirbelten graue Staubwolken vom Boden auf. Bisweilen fuehrten sie die Pferde am Zuegel und unterhielten sich wuerdevoll ueber philosophische Themen. In jenen Zeiten, meine Freunde, war die Philosophie unter jungen Maennern von adliger Herkunft hoch angesehen.
Die Luft war erfuellt von der Suesse des Spaetsommers. Milde schien die Sonne durch einen Schleier schmelzender Wolken, eine leichte Brise strich zaertlich ueber die reifen Aehren, eine Lerche sang am Himmel ihr hohes Lied. Die Bauern arbeiteten auf den Feldern. Die einen maehten den gelben Roggen und banden Garben, die anderen luden die Aehrenbuendel auf Wagen mit hohen Waenden aus Stangen und brachten sie zum Dreschen. Es war die Zeit der Ernte. Beim Anblick der jungen Herren unterbrachen die Bauern ihre Arbeit. Maenner und Juenglinge salutierten, Frauen verbeugten sich wuerdevoll bis zur Taille, maedchenhaft erroetende Jungfrauen machten ungeschickte Knickse, indem sie mit den Fingerspitzen ihre Roecke anhoben, Kinder versteckten sich erschreckt hinter dem Ruecken ihrer Eltern.
– Wohin zieht ihr, edle Herren? – fragten die Bauern.
– Wir ziehen, – antworteten die Freunde, – zum Grossen See, um ihn von Nixen und Wassermaennern zu befreien.
– Ein gutes Werk habt ihr euch vorgenommen, – riefen die Bauern. – Moege das Glueck euren Weg erleuchten, moege das Schicksal euch tzu laecheln.
Fuer die Nacht machten unsere Wanderer auf einem Bauernhof ein paar Meilen vom Grossen See entfernt Rast. Sie beschlossen, vor der Daemmerung anzugreifen, wenn die Nixen und Wassermaenner, gesaettigt vom Mondlicht, traege und unbeweglich werden. Um zwei Uhr nach Mitternacht brachen Prinz Dirk und Graf Sancho auf, um ihre erste Heldentat tzu vollbringen.
Pferde und Knappen liessen sie bei einem hohen Felsen zurueck. Auf dessen Gipfel entdeckten die Freunde eine Truhe der Kraft, wie Helden sie gewoehnlich vor einer Schlacht finden. In der Truhe lagen zwei Paar magische Okulare fuer den Fall, dass die Wassermaenner beschliessen sollten, unsichtbar zu werden, sowie Armbrueste und Pfeile mit silbernen Spitzen. Doch, verehrte Herren, es sollte Ihnen wohlbekannt sein, womit man die kalten Jungfrauen der trueben Tiefen besiegt.
Der Gesang der Nixen war zu hoeren, als unsere Helden sich durch Magnoliengebuesch zum Ufer schlichen. Als ob eine kleine Welle traege gegen den sandigen Strand plaetscherte, als ob der Nachtwind im Schilf rauschte. Auf einer Lichtung, ueberflutet vom blassen Licht des toten Mondes, tanzten die Ertrunkenen einen Reigen. In einem grossen Kreis standen Wassermaenner, die in ihrer Haesslichkeit einen seltsamen Kontrast zu der nackten Vollkommenheit der blassmilchigen Jungfrauen bildeten. Die Szene stand bereit fuer die Heldentat der Gefaehrten.
Der erste Pfeil bohrte sich in die nackte Brust einer Nixe. Sie stiess einen leisen Schrei aus und zerfloss wie eine Kerze. Der zweite Pfeil traf einen Wassermann. Er loderte in blauer Flamme auf und verschwand aus der sichtbaren Welt. Bevor die Untoten begriffen, was geschah, beruhigten Dirk und Sancho ein Dutzend Nixen und ein halbes Dutzend Wassermaenner. Die Wassermaenner, verborgen durch die Funktion der Unsichtbarkeit, griffen die Helden an. Den Monstern trat Prinz Dirk mit der Klinge entgegen, zerhackte ihre leblosen Koerper in Stuecke, und sie verbrannten im blauen Feuer. Die Nixen schleuderten Kugeln aus Hexenfeuer auf die Helden. Sancho antwortete ihnen mit Bleibolzen. Die magischen Schilde der Helden funktionierten tadellos. Nur zweimal beruehrten die Zungen des Hexenfeuers Sancho, und Dirk riss ein flinker Wassermann die Schulter mit der Kralle auf, bevor er verbrannte.
Als der oestliche Rand des Himmels erroetete und der sichtbaren Welt die baldige Ankunft der Sonne verkuendete, sog sich das ueberlebende Untotenpack in den Grossen See zurueck. Unter einer ausladenden Eiche fanden die Freunde ein Apotheken-Set des Lebens, wie Helden es gewoehnlich nach einer blutigen Schlacht finden. Mit einer magischen Salbe stellten sie ihren Kampfgeist auf das Anfangsniveau wieder her. Unter einem anderen Baum stand eine Truhe der Kraft, aus der die Freunde ihren Munitionsvorrat auffuellten. Und sie warteten auf die Ankunft der Nacht, um mit dem Wasser-Gesindel ein Ende zu machen. Gegen Mittag stieg ueber der blauen Flaeche des Sees eine weisse Flagge auf, als Signal fuer die Verhandlungsbereitschaft der Untoten. Zwischen Licht und Finsternis, im daemmerigen Schatten der Uferweide, trafen sich Prinz Dirk und Kirk der Juengere, ein Wassermann ausserhalb jeder Kategorie. Der seelenlose Kirk der Juengere bestaetigte mit einem waessrigen Siegel das Heldentat-Zertifikat, das in allen Koenigreichen des Imperiums anerkannt wird, und unterzeichnete den Vertrag: vierzig Jahre lang keine Menschen zu ertraenken und sich vom Mondlicht in einer Reservation auf der Schlangeninsel zu ernaehren.
Ich sehe, dass Ihr Euch langweilt, tapfere Lords. Und es ist wahr – was scheren Euch die bescheidenen Taten von Prinz Dirk, wo doch jeder von Euch ruhmreiche Vollbringungen und laute Siege hinter sich hat. Warst du es nicht, Herakles Stumpfe Macht, der auf dem Rubljowskoje-Friedhof einen Espenpfahl in das pelzige Herz des blutsaugenden Oligarchen trieb? Warst du es nicht, Casper der Tueckische, der die vielkoepfige Hydra Parlament besiegte, der anstelle eines abgeschlagenen Kopfes zwei neue nachwuchsen? Und warst du es nicht, Genevieve die Guetige, die mit einem aufrichtigen Gebet zum Erloeser Pardedje das schwarze Blut der Erde stoppte? Ich werde Euch nicht mit der Erzaehlung vom Kampf des Prinzen Dirk gegen die boesartigen Trolle und der Beschreibung des Gefechts mit den gefluegelten Hyaenen ermueden. Die Zeit strebt Mitternacht entgegen, wir muessen uns beeilen. Deshalb werde ich nun zum Hauptsaechlichen uebergehen.
Ob lange, ob kurz, die Helden kamen in den Verzauberten Wald. Die Freunde betraten den duesteren Schatten der toten Baeume hoechst vorbereitet. Feuerpeitschen gegen die schlangenartigen Wurzeln, Ruestung der ersten Kategorie, faehig einem direkten Treffer einer kupferschnabeligen Kamikaze-Kuckucksuhr standzuhalten, Klingen, geschmiert mit dem weissen Blut einer mutierten Kuh, das dem Zusammenwachsen der abgetrennten Teile von Zauberern entgegenwirkt. Die Helden rueckten vorsichtig vor, jede Sekunde bereit fuer jede Unerwartetheit. Aber der Wald schwieg. Es sprangen keine Zwerge mit nadelspitzen, vergifteten Dolchen aus den Hoehlen, es flogen keine Kuckucke aus den Baumhoehlen, es griffen keine Wurzeln an. Der Wald leistete dem Eindringen der Helden keinen Widerstand. So erreichten sie die runde Lichtung, auf der der Graue Zauberer hauste, der Schrecken des gesamten Oestlichen Arrondissements des Regenbogenkoenigreichs. Die Lichtung war leer. Oede und still. Mit entbloessten Schwertern umrundeten die Helden sie und verengten die Kreise zur Mitte hin.
Ploetzlich ertoente aus dem Nichts ein kraechzendes Lachen und eine knarrende Stimme sprach:
– Zwei solch starke Krieger gegen einen schwachen Grauen Zauberer, der im Grunde genommen gar nichts Boeses getan hat.
– Wo bist du, verfluchter Zauberer, – Dirks Klinge durchschnitt tischend die Luft, Graf Sancho deckte dem Prinzen den Ruecken, – zeig dich, gemeiner Feigling!
Das Lachen wiederholte sich, und die Stimme, an den Rand der Lichtung versetzt, sagte:
– Ich werde mich zeigen, wenn du versprichst, zuallererst meine Geschichte anzuhoren, bevor du mich toetest.
– Stimme nicht zu, Prinz, – rief Sancho, – das ist eine Falle!
– Wir stimmen nicht zu, – antwortete Dirk, – komm heraus, Zauberer. Wir werden dich sowieso toeten.
Und der Zauberer lachte ein drittes Mal.
– Wie wollt ihr mich denn toeten, wenn ich gar nicht hier bin? Denk nach, Dirk. Ich weiss – das ist schwierig, aber versuch es. Der Wald hat nicht gegen euch gekaempft – warum?
– Du bist gemein und feige, – rief der Prinz, – du schickst Untote auf friedliche Bauern aus, aber vor wahren Helden hast du Angst!
– Nein, Dirk, du hast nicht recht. Ich furchte euch nicht. Ich habe nicht gekaempft, weil der Ausgang des Kampfes feststeht. Indem ich dies akzeptiere, bitte ich dich, mich anzuhoeren. Danach koennt ihr mich toeten, ich werde keinen Widerstand leisten.
Der Prinz war ratlos.
– Was denkst du, mein treuer Freund Sancho? – fragte er leise.
– Der Waldschrat mag es wissen, – antwortete der Graf mit gedaempfter Stimme, – ich habe noch nie davon gehoert, dass ein Zauberer wie ein armseliger Kraemer feilscht. Du bist der Prinz, – Sancho zuckte die Schultern, – du musst entscheiden.
– Andererseits, – ueberlegte Dirk, – wir koennen ja nicht eine Ewigkeit auf dieser Lichtung herumstehen. – Er packte den Schwertgriff fester und rief laut in den Raum: – Wir sind einverstanden, zeig dich, Zauberer.
Er erschien in der Mitte der Lichtung. Ein schwarzer Stab, ein graues, herabfallendes Gewand bis zu den Fersen. Die graue Kapuze warf einen grauen Schatten auf das Gesicht des Zauberers, und es schien, als wuerde im Oval der Kapuze Nebel wallen.
– Stecke das Schwert in die Scheide, Prinz von Gebluet Dirk, – sagte der Zauberer, – und auch du, Graf Sancho, lege die Waffe weg. Ihr werdet sie nicht brauchen.
– Ich wuerde das nicht tun, – sagte Sancho mit Spannung in der Stimme.
– Ich werfe den Stab fort, – der Zauberer warf den Stab weit von sich, – ich verzichte auf das Amulett. – Er nahm einen fuenfzackigen Stern an einer schweren Kette ab. Mit weitem Schwung warf er den Stern in das Dickicht. – Du weisst doch, Dirk, die ganze Macht eines Zauberers liegt im Stab und im Amulett. Ohne sie bin ich schutzlos. Beweist das nicht meine Ehrlichkeit und meine Ergebenheit gegenueber dem Schicksal, das mir bereitet ist?
Nachdem er eine Sekunde gezoegert hatte, schob Dirk die Klinge in die Scheide.
– Steck das Schwert weg, Sancho, – sagte Dirk und sprach, zur Mitte der Lichtung gewandt: – Wir hoeren dich an, Grauer Zauberer. Sprich, aber fasse dich kurz.
– Ich war ein gewoehnlicher Student der Uebersee-Universitaet. Ich studierte die Soziologie der Vampire und die Psychologie der Menschenmenge als Hauptfaecher, schwarz-weisse Magie und die Flora der Jenseitswelt hoerte ich als Fakultativfaecher. Das Lernen fiel mir leicht, die Lehrer waren mit mir zufrieden, Verwandte und Freunde liebten mich ueber alles. Unbemerkt vergingen vier Jahre eines unbeschwerten Studentenlebens. Im fuenften Jahr erhielt ich das Thema meiner Diplomarbeit. Lassen Sie mich nachdenken… Ich hab’s. Der Einfluss der Krummschnabel-Krickenten auf die Evolution der Ghule". Waehrend ich die Krummschnabel-Krickenten studierte, bestand ich erfolgreich das Gespraech fuer die Stelle eines Junior-Angestellten in der transkoeniglichen Korporation fuer Postkutschen-Transporte. Ich hatte also im Voraus fuer ein warmes Plaetzchen nach der Universitaet gesorgt. An einem spaeten Abend sass ich in der Universitaetsbibliothek fest und fischte aus staubigen Folianten jede Erwaehnung von Krickenten im Zusammenhang mit Ghulen heraus. Und ploetslich, bei einem Zitat des grossen Zauberers Freud „…Krickenten sind mental moeglicherweise nicht nur mit Ghulen verbunden, sondern auch mit anderem Untotengetier, zum Beispiel…“, verspuerte ich den unwiderstehlichen Wunsch, sofort ein Grauer Zauberer zu werden. Das ist nicht so, als ob man in einer Hafen-Schenke einen Krug gutes Ale trinken oder sich mit einer huebschen Bauersmagd im Heu waelzen wollte. Ganz und gar nicht. Diesem Wunsch zu widerstehen, war absolut unmoeglich. Ich lief zum Fluss, sprach eine Beschwoerung, und nun bin ich hier. Mit brennenden Augen durchstreife ich den Verzauberten Wald, schicke Monster und Untote ueber die Doerfer, locke unvorsichtige Wanderer an und verwandle sie in Untote. Kurzum, ich tue das Boese in seiner reinsten Form. Doch ich wurde ein fehlerhafter Grauer Zauberer. Wahrscheinlich hat sich wegen der Eile ein Fehler in die Beschwoerung eingeschlichen. Manchmal, so wie jetzt, kehrt die Erinnerung zu mir zurueck. Und jene Ueberreste, die in meiner menschlichen Gestalt Seele und Gewissen genannt wurden, quaelen mich. Manchmal sind meine Qualen so stark, dass ich in einen Daemmerzustand zwischen dem Nicht-Leben und dem Verschwinden im blauen Feuer versinke. In diesem Zustand offenbarte sich mir die Faehigkeit, Informationsfetzen wahrzunehmen, die jenseits der sichtbaren Welt und der Totenwelt den Namen Informationsstroeme oder Internet tragen. Es gibt dort viel offenbaren Unsinn und Luegen. Zum Beispiel wird behauptet, dass die Leuchten des heiligen Patrick, die wir auf dem schwarzen Samt der Nacht sehen, in Wirklichkeit riesige Feuerbaelle seien. Im Vergleich zu ihnen ist das Feuer des Erloesers Depardieu nur das Flimmern einer Kerze im Vergleich zu einem Waldbrand.
Dirk und Sancho brachen in Lachen aus.
– Was man sich nicht alles ausdenken kann, – sagte Sancho.
– Ein Verrueckter, was will man da erwarten, – resuemierte Dirk.
– Die Existenz des Jenseits, – fuhr der Zauberer unterdessen fort, – wird in den Informationsstroemen angezweifelt.
– Hm, – sagte Sancho, – wenn ich auch nur eine Sekunde an der Realitaet der Untoten zweifeln wuerde, ginge ich nicht lange unter den lebenden Menschen umher.
– Ist das alles? – fragte Dirk und zog sein Schwert ein Stueck aus der Scheide.
– Nein, Prinz, das ist nur das Vorspiel.
– Sprich, Zauberer, aber fasse dich kurz, – Dirk liess die Klinge mit einem Klirren zurueckgleiten, – wir haben keine Zeit, uns Maerchen anzuhoeren.
Der Graue Zauberer verbeugte sich. Fuer einen Augenblick traten aus dem nebligen Oval der Kapuze eine Hakennase und Augen hervor, die unter buschigen Brauen in totem Feuer brannten.
– Ich werde mich kurz fassen, edler Prinz. Ich weiss, wer die sichtbare Welt und das Jenseits erschaffen hat.
– Das weiss jedes Kind, – sagte Sancho hochmuetig. – Die Welten erschuf der Gerechte Herr, und gerettet hat die Welten der Erloeser Depardieu, indem er auf dem heiligen Scheiterhaufen den Menschen alles Geld bis zum letzten Tropfen gab.
– Oh, wie du dich irrst, Graf Sancho. Uns erschuf ein Wesen namens Programm Zeit. Kein Haar faellt ohne sein Wissen auf die Erde, kein Vampir stuerzt sich ohne seine Erlaubnis auf einen Menschen, keine Heldentat geschieht ohne seine Beteiligung. Es ist wahrhaftig allgegenwaertig und allmaechtig. Durch seinen Willen wurde ich zum Grauen Zauberer. Durch seinen Willen spreche ich diese Worte. Durch seinen Willen seid ihr im Verzauberten Wald gelandet. Es spielt mit uns, wie ein Puppenspieler auf dem Jahrmarkt mit Marionetten vor einem muessigen Publikum spielt. Unsere Welten, – der Zauberer wies mit einer weiten Geste umher, – sind eine Jahrmarktsbude zur Belustigung unseres wahren Gebieters. Ich will, – der Zauberer verbeugte sich erneut, – dass ihr dieses Wissen den Menschen bringt.
-- Ich glaube nicht daran, -- sagte Prinz Dirk finster, -- es gibt nicht den geringsten Beweis.
-- Beweise! -- lachte der Zauberer so schrecklich, dass es den Helden eiskalt den Ruecken hinunterlief, -- sie sind ueberall. Sag mir, edler Prinz, woher kommen die Truhen der Kraft vor der Schlacht der Helden und die Lebens-Apotheken nach der Schlacht. Wohin verschwinden sie?
-- So hat der Gerechte Herr die sichtbare Welt eingerichtet. Daran ist nichts Ueberraschendes. Gaebe es keine Truhen und Apotheken, wuerde die jenseitige Welt die Oberhand gewinnen, und das widerspricht den Geboten des Gerechten Herrn und macht die grosse Heldentat des Erloesers Depardieu sinnlos.
-- Gut, lassen wir die Truhen beiseite. Warum werden die Kinder der sichtbaren Welt im Alter von neun Jahren geboren?
-- Du bist wohl voellig verrueckt geworden von deinen Informationsfluessen, Zauberer, -- sagte Sancho, -- als wie alt sollten sie denn sonst geboren werden. Als Dreijaehrige? Als Zweijaehrige? Oder vielleicht, -- der Graf kicherte nervoes bei dem albernen Gedanken, -- vielleicht als Nulljaehrige? Wie sollen sie denn in der sichtbaren Welt ueberleben?
Der Zauberer wollte nicht auf den gesunden Menschenverstand des Grafen hoeren und fuhr fort, Haeresie zu verbreiten.
-- Woher kommen die Untoten?
-- Von den Menschen, -- antwortete Dirk.
-- Nur ein kleiner Teil. Vampire, Meerjungfrauen und andere menschenaehnliche Wesen. Woher kommen Trolle, Riesen, gefluegelte Hyaenen, Kuckucks-Kamikaze? Die Antwort ist -- aus dem Nichts.
-- Unsinn! -- rief Sancho.
-- Die Untoten sind verschieden, -- sagte der Zauberer, -- aber sie verschwinden alle gleich -- sie verbrennen in einer blauen Flamme. Warum?
-- Du stellst nur Fragen, auf die Wissenschaft und Magie noch keine Antworten gefunden haben.
-- Vergiss nicht, Prinz, in meiner Existenz vor der Zeit als Zauberer habe ich an der Universitaet studiert. Wissenschaft und Magie suchen nicht nach Antworten auf diese Fragen.
-- Es gibt keine Beweise, -- sagte Dirk achselzuckend.
-- Welcher Beweis waere fuer dich ausreichend? -- fragte der Zauberer.
-- Ich werde deinen Worten glauben, wenn ich den Gebieter, wie du ihn nennst, mit eigenen Augen sehe.
-- Nun gut, Dirk, Prinz von Gebluet des Regenbogen-Koenigreichs, -- sagte der Graue Zauberer traurig, -- du hast es so gewollt.
Bei diesen Worten ging der Graue Zauberer in blauen Flammen auf. Dirk sah Sancho vorwurfsvoll an.
-- Hast du das getan?
-- Ich schwoere, Prinz, ich habe ihn nicht angeruehrt. Er hat sich selbst entzuendet. Schau! -- die Stimme des Grafen zitterte.
An der Stelle, wo der Zauberer gestanden hatte, hing ein in die Laenge gezogenes Fenster in der Luft, ohne sich auf etwas zu stuetzen. Im Fenster war ein Tisch zu sehen. Am Tisch sassen ein Mann und eine Frau in Anzuegen, die den Gewaendern kaiserlicher Beamter aehnelten. Die Frau sah ausserordentlich haesslich aus. Gruene kurze Haare, eine spitze Nase, abgerundete Ohren wie bei den Untoten. Knallrote Lippen liessen sie wie eine Vampirin im letzten Stadium der Verwesung erscheinen. Der weite Kragen eines formlosen Hemdes gab den Blick auf spitze Schultern und eine Art Parodie einer harten Brust frei.
Eine schnelle Musik erklang, die zum Aufbruch, zu Heldentaten und Errungenschaften rief. Als sie verstummte, begann der Mann, nachdem er in die vor ihm liegenden Blaetter geschaut hatte, zu sprechen:
-- Wir beginnen das Programm "Zeit". Nachrichten von den Feldern. Die Getreideernte setzt sich mit ueberholendem Tempo fort. Die Kolchosen und Sowchosen geben dem Heimatstaat mit Freude ihr letztes Hemd...
-- Von welchen Feldern? -- unterbrach Dirk die Rede des Mannes.
-- Von den sowjetischen natuerlich, von welchen denn sonst, -- antwortete der Mann.
-- Kulturnachrichten. Heute um sechzehn Uhr null null Moskauer Zeit ist im Verzauberten Wald der Graue Zauberer im Dienst der dunklen Maechte verbrannt, -- der Mann seufzte. -- Schade um den Armen, -- er stuetzte sich auf den Tisch und blickte Dirk tief in die Seele. -- Was willst du, Prinz von Gebluet des Regenbogen-Koenigreichs? Warum hast du mich gerufen?
-- Wer bist du? -- fragte Dirk streng und griff nach dem Schwertgriff.
Aus dem Augenwinkel sah der Prinz, dass auch Sancho zur Waffe griff.
-- Ich bin der Gebieter eurer Welt, -- sagte der Mann seufzend, -- im Zeichensystem des verstorbenen Grauen Zauberers. In einem anderen Zeichensystem bin ich der Leiter der Programmierabteilung und Projektleiter des Computerspiels "Zeit". Was nun?
-- Beweise, dass du der Gebieter bist.
Der Mann laechelte mit schmalen Lippen, lehnte sich in seinem hohen Sessel zurueck und zischte veraechtlich:
– Einen Scheissdreck werde ich dir beweisen, du armseliger Wicht.
– Was bedeutet «einen Scheissdreck»?
-- Mach dir keinen Kopf, Dirk. Du akzeptierst meinen Beweis.
-- Ich akzeptiere ihn. Also hatte der Graue Zauberer recht.
-- In welchem Teil?
-- Bist du es, der die Truhen der Kraft und die Lebens-Apotheken verstreut?
-- Wenn man die Aufgabe auf das Primitive vereinfacht, dann ja. Ich bin es, der euch die Apotheken und Truhen unterschiebt.
-- Das heisst, du bist es letztendlich, der die Untoten auf die Menschen hetzt?
-- Ich.
– Aber warum, Gebieter, warum?
– Es ist lustig.
– Was bedeutet «lustig»?
– Witzig, amuesant.
– Du findest es witzig, – Dirk runzelte die Stirn, – wenn Vampire das Blut von Maennern, Frauen und Kindern trinken. Du findest es amuesant, wenn Riesen Menschen in Stuecke reissen. Du findest es toll, wenn eine fliegende Hyaene einen Menschen frisst, der vor Schmerz und Entsetzen schreit.
Der Mann winkte mit einer unbestimmten Geste ab.
– So in der Art, Dirk.
– Das ist Unlicht! – schrie Dirk, – Sancho, Attacke
Mit einer Bewegung rissen die Helden ihre Klingen heraus und stuerzten auf das Fenster zu. Im Sprung blieben die Juenglinge in der Luft haengen, mit ueber den Koepfen erhobenen Schwertern und zum Schlachtruf geoeffneten Maeuulern. Sie konnten sich weder bewegen noch atmen, aber sie konnten sehen und hoeren.
Bis zu diesem Moment hatte die haessliche Frau unbeweglich dagesessen, nun regte sie sich. Sie drehte ihren gruenen Kopf zum Gebieter.
-- Sie sind dir entglitten, Alex.
-- Machen Sie sich keine Sorgen, Susi. Sie sind nicht gefaehrlicher als das Summen einer Muecke im fernen Wald.
Das Fenster schob sich naeher an die Helden heran. Der Kopf der Frau streckte sich heraus und kam Dirks Gesicht ganz nahe. Neblige graue Augen blickten in die Seele des Helden. Er spuerte, wie kalte Finger gleichgueltig alles durchwuehlten, was ihm teuer war: Mutter, Heimat, Ehre. Er fuehlte das Beruehren von Saiten: unertraeglicher Schmerz, unwiederbringlicher Verlust, geschaendete Wuerde.
Das Fenster kehrte an seinen alten Platz zurueck. Die Frau warf dem Gebieter einen fluechtigen Blick zu und zuckte mit den spitzen Schultern.
-- Es geht nicht um das Mueckensummen, sondern um dein Utility "Willensfreiheit". Wozu ist das gut? Den Kunden wird das nicht gefallen. Stell dir vor, ein Helden-Charakter soll laut Drehbuch einen Boesewicht-Charakter brutal erledigen, und ploetzlich packt den Helden das Mitleid. Die Verkaufszahlen werden sinken, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
-- Ich dachte, -- murmelte der Gebieter verlegen, -- dass dieses Utility ein Element der Unvorhersehbarkeit ins Spiel bringen wuerde.
-- Nicht die richtige Fokusgruppe, -- sagte die Frau, -- und ausserdem, wie bist du darauf gekommen, einen impliziten Charakter Depardieu zu nennen?
-- Na ja, die Verbindung zum Realen.
– Und auch die Tatsache, dass dieser Troll uns mitsamt der Scheisse fressen wird.
– Als ob es auf der Welt nicht genug Depardieus gaebe, – rief der Gebieter aus.
– Das steht nicht zur Debatte. Depardieu muss weg. Ich verstehe ueberhaupt nicht, Alex, wie dieses Softwareprodukt die Testabteilung passieren konnte.
– Ehrlich?
– Rueck raus damit, ich grab mich sowieso bis zur Wahrheit durch.
– Ich habe ihnen eine andere Version untergeschoben. Ohne das Utility.
Die Frau schmunzelte.
– Alles klar. Ich bin gezwungen, der Unternehmensleitung ueber alles Bericht zu erstatten. Wir sehen uns bei der Ratssitzung.
Und die Frau verschwand. Nicht so, wie das Unlicht mit Feuer und Rauch verschwindet, sondern sie loeste sich augenblicklich im Raum auf, als waere sie nie da gewesen.
– Hexe, – beschimpfte der Gebieter wueterend die Leere. – Erstarre nicht mehr!
Er streckte die Hand aus, und die Helden fielen auf das graue Gras.
– Ich habe keine Ahnung, was ich mit euch anfangen soll. Jetzt dieser Rat und diese Hexe. Uebrigens, nach ihrem Vorbild habe ich den Grauen Zauberer erschaffen…
So klagte der Gebieter, waehrend unsere Helden aufstanden und ihre gegen einen solchen Feind sinnlose Waffen wegsteckten.
– Wozu hast du uns erschaffen? – fragte ihn Dirk.
Der Gebieter zuendete sich eine duenne weisse Zigarre an, wobei er das Feuer aus einem gruenen, laenglichen Stein gewann.
– Ich muss dich enttaeuschen, Dirk, eure Welt wurde ausschliesslich zur Belustigung dummer Teenager erschaffen. Andere Bedeutungen hat sie nicht.
– Ich will nicht leben, – stoehnte der Prinz von Gebluet, – ich will nicht an dieser Jahrmarktsbude teilnehmen.
– Das wird nicht gehen, lieber Dirk. Du bist als Charakter vom Rat bestaetigt worden. Fuer deine Entwicklung wurde eine Menge bezahlter Zeit aufgewendet.
– Dann schick mich in die Zeitlosigkeit.
-- Zeitlosigkeit! -- Der Gebieter dachte tief nach, -- das ist eine Idee, -- sagte er, als er wieder zu sich kam. -- Ich muss etwas ueberpruefen. Bleibt auf der Lichtung stehen, geht nirgendwo hin. Uebrigens, -- der Gebieter lachte froehlich, -- wo wollt ihr denn hin von einem U-Boot?
Er drehte sich zur Haelfte um und starrte auf einen fuer Dirk unsichtbaren Punkt des Raumes jenseits des Fensters. Der Wald verstummte, nur das Klappern eines magischen Rosenkranzes stoerte die toedliche Stille der Welten vor und hinter dem Fenster. Dirk und Sancho standen schweigend auf der Lichtung. Der Gebieter sass im Fenster, in mystischer Trance, und bewegte schnell die Finger, als wuerde er eine unhoerbare Fuge auf einem Cembalo spielen. Schliesslich kam er wieder zu sich.
-- Also gut, ihr glaenzenden Lords, wir machen es folgendermassen. Graf Sancho reist in die Hauptstadt des Regenbogen-Koenigreichs...
Sancho trat einen Schritt auf das Fenster zu.
-- Ich werde meinen Freund nicht im Stich lassen.
Der Gebieter verzog das Gesicht. Dirk legte dankbar eine Hand auf die Schulter des Grafen.
-- Graf Sancho reist nach Hause, -- wiederholte der Gebieter bestimmt, -- und diktiert den Schreibern diese ganze Geschichte. Dein Gedaechtnis ist maschinell, mein Freund Sancho, also wirst du es Wort fuer Wort wiedergeben. Lothar... das geht dich nichts mehr an, Dirk, aber wenn es dich interessiert...
-- Ja, interessiert mich.
Lothar und Marina werden einen anderen Prinzen von Gebluet zur Welt bringen muessen, weil das Koenigreich ohne Erben undenkbar ist. Du hast die Moeglichkeit, deinem Bruder einen Namen zu geben.
-- Lass Mama ihn Erik nennen.
-- Erik der Rotbart, -- sprach der Gebieter feierlich, -- so sei es. Ich ahne, dass ihm ein schwieriges Schicksal bevorsteht. Ich werde ihn im beschleunigten Modus aufziehen.
-- Was bedeutet das: im beschleunigten Modus?
-- Zerbrich dir angesichts der Ewigkeit nicht den Kopf ueber solche Kleinigkeiten, Dirk. Ich kann die Zeit lokal beschleunigen. Und ueberhaupt ist die Zeit in der sichtbaren Welt und in der Unterwelt eine biegsame Sache. Nun zu dir. Ich werde dich in der sichtbaren Welt zerstreuen. Hier ein Stueck, da eine Datei. Du wirst ueberall und nirgendwo sein. Aber die Moeglichkeit zur Rueckkehr lasse ich dir. Einmal im Jahrhundert, um Mitternacht am einundzwanzigsten Tag des Monats August, kann dich jeder ebenbuertige Lord zurueckholen, indem er das Passwort korrekt ausspricht, das heisst -- den Beschwoerungszauber. Der Hueter des Zaubers wird Sancho und seine Nachkommen sein. Hoer zu, Graf...
Der Gebieter sprach den Zauber aus und erklaerte, wie man ihn richtig ausspricht.
-- Hast du es dir gemerkt?
Graf Sancho nickte.
-- Verabschiedet euch.
Die Freunde umarmten sich, ihre Augen fuellten sich mit Traenen.
-- Leb wohl, Sancho, sag Mama, dass ich sie liebe.
-- Leb wohl, Dirk, -- schluchzte Sancho, -- ich werde es ausrichten.
-- Na, na, es reicht, -- mischte sich der Gebieter ein, -- sonst fange ich auch noch an zu weinen. Bist du bereit, Dirk?
-- Ich bin bereit, Gebieter, -- Dirk wischte sich unbemerkt mit dem Aermel die Augen.
-- Wie man so schoen sagt: Gute Reise.
So endet diese wahre Geschichte. Neunmal haben meine Vorfahren Helden von koeniglichem Gebluet versammelt, um Prinz Dirk aus dem Nichts zu befreien. Neunmal scheiterten die hohen Versammlungen. Ich hoffe, dass wir beim zehnten Mal Glueck haben werden...
Der Zauber? Er ist einfach, Dora: "Susanna Korowina -- du dummes Vieh"... Nein, Herakles, ich glaube nicht, dass der Zauber eine tiefere Bedeutung hat. Es ist nur eine Beschwoerungsformel, die durch einen anderen Zauber fixiert wurde... Ja, Archie, es gibt eine Besonderheit. Der Gebieter sagte, dass der Zauber zu gleichen Teilen aus Hass und Verachtung gemischt sein muss.
Die Uhr schlug Mitternacht. Wir haben eine Stunde fuer die Zaubersprueche. Jeder spricht ihn nur einmal aus. Fangen wir an. Herakles...
Nicht funktioniert. Vielleicht war es nicht genug Verachtung. Archie...
Mir scheint, es war zu wenig Hass. Dora...
Nicht geklappt. Versuch du es, Casper...
Nur noch du bist uebrig, Genevieve. Erinnere dich... stell dir vor... Ich weiss nicht, was du dir vorstellen sollst, aber...
-- Ich sehe diese gruene Tussi. Du, Swetlana Korowina -- du dummes Vieh!
-- Gerechter Herr! Erloeser Pardieu! Er ist erschienen!
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