Solche Jungen
Die das Schicksal selten belohnt.
Verschlossen sind sie, bescheiden
Mit Worten, die z;rtlich gewohnt.
Oft stehen sie schweigend am Rande
Bei T;nzen an kahler Wand.
Sie wagen kaum einzuladen
Und gehen am liebsten davon.
Die M;dchen lachen ;ber sie,
Gehen an solchen vorbei.
„Tr;umer“ und „Taugenichtse“
Nennen sie sie allerlei.
Doch eines Tages sah ein M;dchen
So einen Jungen dort stehn.
Sie ging ganz ruhig auf ihn zu —
Die Freundinnen konnten’s kaum sehn.
Sie lachten laut ;ber sie beide:
„Na, den hast du dir erw;hlt!
Was f;r ein seltsamer Br;utigam —
Da hast du dich wohl verfehlt!“
Doch pl;tzlich begann er zu leuchten,
Sah z;rtlich ihr tief ins Gesicht.
Wie eine Blume unterm Eisfilm
Erbl;hte sein verborgenes Licht.
Wie ein Stern in n;chtlicher Ferne
Strahlte sein Blick warm und klar.
Da staunten die M;dchen gemeinsam,
Vergessen war Spott und Gefahr:
„Was f;r einen Jungen sie w;hlte!
So einen h;tten wir gern…“
Und leise tr;umten sie weiter
Von einem Herzen so fern.
1990
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