Meine S hne
Teuer sind mir meine geliebten S;hne,
teurer als mein ganzes gelebtes Leben.
Wie sehr m;chte ich die ganze Welt umfassen
und sie vor allem Unheil sch;tzen,
damit sie leben k;nnen, wie es sein soll.
Schon sind meine Jungen herangewachsen.
Jeder hat sein eigenes Gesicht, seinen Charakter.
Man sagt, wir seien ganz verschiedene Menschen —
und doch erkenne ich in ihnen auch mich selbst.
Im ;ltesten lebt meine Empfindlichkeit,
wegen der kleinsten Nichtigkeiten verletzt zu sein.
Und derselbe Fehler: die Unruhe,
doch den Stolz teilen wir genau zur H;lfte.
Aber ihn qu;lt ein Durst nach Wissen —
nicht viel zu wissen, sondern ;ber alles etwas.
Das Fremde mit eigenen H;nden zu ber;hren,
sich selbst ;berall und in allem zu versuchen.
Der J;ngere vergisst Kr;nkungen schnell,
doch niemand bleibt ihm etwas schuldig.
Dem einen spuckt er nach, auch wenn er ;lter ist,
dem anderen gibt er einen Faustschlag vor die Stirn.
Der Vater lacht gl;cklich und voller Freude:
„Ganz der Vater ist er, mein geliebter Sohn!
Nicht wie der ;ltere, der nach der Mutter kommt —
so empfindlich und scheu, anderen zu widersprechen.“
Und ich versuche, ihnen mehr
Mitgef;hl, Z;rtlichkeit und treue Liebe zu geben.
M;gen all diese kleinen Dinge,
die mein Mann f;r belanglose Kleinigkeiten h;lt,
lange in ihren Seelen bewahrt bleiben.
Mag nicht alles gut und vollkommen sein.
Mag nicht jeder Wunsch und Traum in Erf;llung gehen.
Doch mich w;rmt der Gedanke,
dass meine Kraft nicht umsonst vergeht
und meine Kinder zu anst;ndigen
Menschen heranwachsen.
Februar 1991
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