Ruhe
Drau;en gl;hte der Abendhimmel
und blickte traurig in mein Gesicht.
Welch ein seltsamer Zustand befiel mich —
ich sp;re mich selbst schon nicht mehr.
Ich f;hle meine H;nde nicht.
Vor mir erkenne ich kein Ziel.
Den Ruf der Leier h;r ich l;ngst nicht mehr,
und in meinem Kopf herrscht fremde Ruhe.
Erwacht doch endlich, meine Gedanken!
Komm zu dir, mein schlafender Geist!
Ich m;chte leben mit klarem Bewusstsein
und verstehen, wie ich mich selbst verhalte.
Am Morgen traf ich eine Wahrsagerin,
sie sprach mir Frieden und Ruhe ein.
Unter ihrem geheimnisvollen Wirken
nahm sie den b;sen Blick von mir.
Nun sitze ich halb verschlafen
in halbvergessener Benommenheit,
und irgendwo schweben schwerelos Gedanken,
die denken und leben — ganz ohne mich.
1994
Ich habe Hunger
Ich sitze am Fenster, vor mir das Radio,
dort l;uft f;r mich ein Lied von Mister „Twistor“.
Ach, wie langweilig ist es, diese Musik anzuh;ren —
ich m;chte doch nur schnell nach Hause zum Essen.
Doch auch dort atmet der Herd noch K;lte,
der Kochtopf ist leer, kein Suppenduft zieht durchs Haus.
Mein Magen knurrt laut, ich habe solchen Hunger,
doch der S;nger schreit weiter, man h;lt es kaum aus.
Pl;tzlich verstummte die Welle,
und die Uhr schlug zw;lf.
Ich sprang auf: Hurra!
Zeit, zum Mittagessen zu rennen!
1990
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