Vergib mir, Mama
vergib mir, wenn du kannst,
dass ich dich liebte wie eine N;rrin —
blind, t;richt, doch so gut ich konnte.
Wei;t du noch, wie Vater dich qu;lte
mit Vorw;rfen, Streit und Schl;gen?
Er spielte grausam mit deinen Nerven
und behandelte dich wie einen Hund.
Oh Gott ist mein Zeuge — Er sah, wie ich litt,
wenn ich euch beide betrachtete.
Schon seit meiner Kindheit zerbrach daran mein Leben,
wenn ich versuchte, dich zu verteidigen.
Der Vater hasste mich deswegen,
und du warst zornig auf die ganze Welt.
Und selbst wenn du recht hattest oder nicht —
f;r mich warst du immer heilig.
Ich war schon Studentin,
doch ich eilte immer wieder nach Hause,
um unser Wiedersehen schneller zu erleben:
ob ihr gesund seid an K;rper und Seele,
damit mein Herz endlich Ruhe findet.
Mit Sehnsucht in der Seele fuhr ich zur;ck,
bis zum Hals erf;llt von Kr;nkungen.
Ich schluckte die Tr;nen,
die mir aus den Augen liefen —
doch hassen kann ich nicht.
Nun bin ich selbst erwachsen,
selbst schon Mutter geworden,
und meine geliebten Kinder wachsen heran.
Wie sehr ich sie bemitleide —
das k;nnt ihr nicht verstehen.
In ihnen liegen meine goldenen Jahre.
Wenn meine S;hne weit von mir fortlaufen,
wird mein Herz pl;tzlich kalt.
Ich bete zu Gott, dass ihnen nichts geschieht —
doch wer wird einmal mich bemitleiden?
Vergib mir, meine liebe Mama,
dass nun nicht mehr alles ist wie fr;her.
Ich habe vieles im Leben verstanden —
und dennoch liebe ich dich.
1994
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