Die Linie des Schicksals
O Gott, warum liebst Du mich so wenig?
Warum bin ich vom Schicksal verflucht?
Warum zerst;rst Du mein Leben?
Wie sehr sehne ich mich nach dem Tod.
Wo ist die Gerechtigkeit
in den Lehren des Evangeliums?
Wo ist die klare Weisheit des gro;en Sch;pfers?
Dem einen sind auf Erden Qualen gegeben,
dem anderen flie;t das Gl;ck ohne Ende zu.
Meine Gro;mutter gab mir einst den Rat:
„F;r jeden Menschen hat Gott
sein eigenes Schicksal bestimmt.
Doch niemand ist m;chtiger als Er.
Darum bete,
dass Er deine Lebenslinie ver;ndert.“
Ja, ich betete in Stunden des Leids,
blickte hinauf zum dunklen Sternenhimmel.
Einen Stern bat ich:
„Trag meine Bitte zu Gott —
mein Herz ist so schwer,
m;ge Er mir helfen.“
Doch die Sterne blinkten schweigend,
und Trost fand ich in ihnen nicht mehr.
Selbst der Tod erscheint nicht mehr so schrecklich,
wenn es keinen Ausweg mehr gibt.
Ich bat Gott nur um eines — Freiheit.
Nichts anderes brauche ich:
nicht l;nger leben, um anderen zu gefallen,
allen nachzugeben, alle lieben zu m;ssen.
Ich bin m;de vom Verzeihen,
m;de von diesem Leben…
Ich bat Gott — ich brauche nichts:
keinen Ruhm und keinen Reichtum.
Schenke meiner Seele nur Trost,
ein stilles Leben h;tte ich ohne Z;gern angenommen.
Der Schmerz der Seele
ist hundertmal schwerer
als der Schmerz des K;rpers.
Wie weh es tut, giftige Worte zu h;ren
von denen, die man liebt
und die man besch;tzen sollte.
Ich m;chte mich verstecken,
mich vor allen verbergen,
mich in einem Bau verkriechen,
wo das Licht der Welt mich nicht erreicht.
Doch was geschieht mit mir?
Ich m;chte ruhig werden —
und werde doch immer unruhiger.
Und pl;tzlich traf mich eine Erkenntnis:
Worum du Gott bittest,
damit schl;gt dich das Schicksal,
der Satan oder irgendeine h;here Macht.
Vergeblich bat ich um Ruhe.
Jetzt brauche ich gar nichts mehr.
M;ge alles so sein, wie es bestimmt ist.
;ber sich selbst kann niemand hinausspringen…
So nimm dein Schicksal an,
wie es dir gegeben wurde.
1993
Свидетельство о публикации №226052002059