Siehst du dort auf dem Tische Fleisch?

     Siehst du dort auf dem Tische Fleisch —
     Vom Rind, vom Schwein und auch vom Huhn.
     Im Keller liegt dazu noch Speck,
     Darin braten wir den leckren Schmorbraten nun.
     Schau — das Huhn hat ein Ei gelegt,
     Heute gro; und schneewei; dazu.
     Jetzt schneiden wir noch etwas Brot auf
     Und essen gemeinsam zu dritt in Ruh’.
     Produkte voller Vitamin „C“ —
     M;ge die Gesundheit uns nie verlassen!
                1993


     Das einundzwanzigste Jahrhundert…

     O wie unerquicklich wird die Seele,
     Wenn niemand ringsum dich versteht.
     Die Seele schreit: „Versteht mich doch, ihr Menschen —
     Ich w;nsche euch nur Gutes, seid auch ihr voll G;te!“
     Doch die Menschen lachen ;ber mich —
     Denn G;te und Anstand sind wohl nicht mehr modern.
     Heute gelangen jene nach ganz oben,
     Die st;rker sind mit ihren harten Ellenbogen.
     Durch Leiden anderer, durch fremde Tode
     Beschaffen sie sich Wohlstand ohne Scham.
     Solang ihr eigenes Gewissen schweigt,
     Erdr;cken sie ruhig die, die schw;cher stehen.
     O wie unerquicklich wird die Seele,
     Wenn Menschen einander nicht verstehen.
     Wenn alle nur noch eines kennen:
     Geld verdienen — und m;glichst m;helos leben.
                1993


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