H r mir zu

     Sieh mir doch endlich direkt in die Augen,
     In meine gequ;lte Seele hinein.
     Hast du mir wirklich nichts mehr zu sagen?
     Erz;hl — was erwartet uns morgen?
     Sag, dass du liebst — doch schweige nicht.
     H;r nur auf mein Herz.
     H;r, wie die Kr;nkung darin aufschreit
     Und meine Seele in St;cke zerrei;t.
     Doch vielleicht hast du recht —
     Wozu noch Worte in den Wind werfen?
     Ich glaube ihnen schon lange nicht mehr.
     Lass deinen Zorn nicht an mir aus —
     Geh lieber fort und schlag die T;r hinter dir zu.
     Niemand wird kommen in meiner letzten Stunde,
     Ich werde allein vergeben und bedauern.
     Darum hab jetzt Mitleid mit mir,
     Warte nicht, bis mein Haar ganz ergraut ist.
     Bis das ganze Leben vergangen sein wird —
     In Kr;nkungen, Streit und Schmerz.
     Warte nicht, bis uns der Zug davontr;gt
     Dorthin, wo wir uns nie mehr begegnen.
                1994


     Du kamst zu mir zur;ck…

     Du kamst zu mir zur;ck und klopftest an die T;r.
     Du l;cheltest mich an wie ein gehetztes Tier.
     Hungrig, ersch;pft, mit Sehnsucht in den Augen —
     Du hattest irgendwo vieles erlitten und fandest zur;ck.
     Ich habe dir vergeben. Doch mein Stolz
     Kann dich so noch immer nicht ganz annehmen…
     Du bist ma;los j;hzornig, stur wie ein Felsen
     Und liebst dich selbst wie ein Hund seinen Knochen…
                1995


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