Nacht aus Gummi und Neon

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Regen auf Carbon,
Neon auf Chrom.
Berlin schl;ft nie,
und ich fahr nach Hause,
obwohl ich l;ngst keins mehr hab.

Bonsoir, ma belle...
Steig ein.
Wir jagen die Nacht.



Der Himmel h;ngt tief ;ber Friedrichshain,
violette Blitze auf nassem Stein.
Der S58 br;llt unter meiner Haube,
als w;rde ein Raubtier seinen K;fig zerrei;en.

480 Pferde unter Spannung,
jede Bewegung reine Verwandlung.
Das M xDrive spielt mit dem Asphalt,
doch heute geh;rt die Kontrolle mir allein.

Ich sp;re das Lenkrad in meinen H;nden,
jede Vibration spricht ihre eigene Sprache.
Adaptives Fahrwerk,
kalter Regen,
und trotzdem f;hlt sich alles lebendig an.

Neben mir sitzt sie,
schwarzer Lippenstift,
ein Blick wie Dynamit.
Ihre Hand ruht auf meinem Arm,
und pl;tzlich wirkt ganz Berlin zu klein.



Les panneaux brillent,
comme des ;toiles artificielles.
Die Stadt flie;t vorbei,
wie ein elektrischer Fluss.

Und in ihren Augen
sehe ich etwas,
das heller leuchtet
als jedes Neonlicht.



Nacht aus Gummi und Neon,
wir treiben quer durch Berlin.
Reifen malen schwarze Kreise,
wo die Stra;en endlos sind.

Motoren heulen wie Sirenen,
Regen tanzt auf unserem Dach.
Nur wir zwei gegen die Dunkelheit,
bis die Sonne wieder erwacht.



Dritter Gang.
Kurveneingang.

Gewicht nach hinten,
Gaspedal tief.
Das Heck l;st sich
wie ein Versprechen im Regen.

Die Stadt verschwimmt zu einem Strom aus Licht und Farben.
Rosa Reklamen,
blaue Fassaden,
goldene Spiegel in den Pf;tzen.

Der Duft von Benzin,
Minze und Kirsche
h;ngt schwer in der Luft.
Ihre Haare streifen meine Schulter,
w;hrend wir durch die Nacht schneiden.

Sie lacht,
und f;r einen Augenblick
klingen selbst die Turbolader leiser.



Je suis fatigu;e de courir.

M;de von Menschen,
die alles besitzen wollen.

M;de von Regeln,
die niemanden retten.

Doch wenn sie ihren Kopf
an meine Schulter legt,

wird aus dem L;rm
f;r einen Moment
Musik.



Tempelhof.
Alexanderplatz.
Ringbahn.
Nasse Alleen.

Das Differential arbeitet,
die Hinterachse tanzt,
und Berlin ;ffnet seine Narben
wie ein altes Tagebuch.

Wir lesen jede Zeile.



Nacht aus Gummi und Neon,
wir treiben quer durch Berlin.
Zwischen Beton und Sternenstaub
verlieren wir uns im Wind.

Keine Kronen,
keine Herren,
nur dieselben Tattoos auf unserer Haut,
wie ein Schwur f;r die Ewigkeit.

Nur Motoren,
Regen,
Lichter —

und die Frau,
f;r die ich immer wieder
durch jede Nacht fahren w;rde.



Le moteur respire encore.

Der Regen wird leiser.

Die Stadt verschwindet
im R;ckspiegel.

Und irgendwo zwischen
Neon, Asphalt und Mitternacht

bleibt nur ihr L;cheln.

Und das Echo
eines letzten Drifts. ;;;;


Рецензии

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