Der Kosmos der Seele. Auf den Kronen der Himmel
Strahlende Kronen aus Zweigen schm;cken die Baeume.
Auf den Kronen der Himmel ruht der Tau in Frieden.
Durch den Tau sinkt das Licht hinab zu den Wurzeln.
Stille wohnt an den Wurzeln; Winde bewegen die Kronen.
Auf Bergen und Meeren – Leben um Leben, gleich denen auf den Feldern.
Vor den Augen des Universums liegen Freude und Leid.
In der menschlichen Seele wohnt das Recht zu waehlen – der Wille inmitten der Gefangenschaft.
Gibt es im Wesen der Welten Freiheit fuer jedes Wesen?
Fuer jede Freiheit gilt die Norm, die Grenzen des Erlaubten nicht zu ueberschreiten.
Knospen, Blaetter, Wachstum, Reifung, Abfallen, Verfall – und aus dem fuer dieses spezifische Blatt festgelegten Programm entsteht keine neue Knospe.
Das einzige Tier der Welt, das seine Gliedma;en regenerieren kann, unterliegt einem voellig anderen Freiheitsprogramm; doch auch hier ist nicht alles perfekt – es fehlen ihm andere Freiheiten: Es kann beispielsweise weder fliegen noch Elektronik herstellen.
Woher also stammen jene Tauperlen, die das Wissen um die Freiheiten in sich tragen, es jedoch nicht gleichmaessig verteilen, sodass alle Lebewesen zu allem faehig waeren?
– Vom Heiligen Geist. Wissen wird nicht durch die Genetik vermittelt; die Genetik bewahrt Momente der Energiekondensation bei spezifischen Schwingungen. Und so ist alles vergaenglich, denn Energie – da sie eine Welle ist – besitzt die Eigenschaft, sich entweder zu zerstreuen oder sich zu vereinen, um eine neue Gestalt aus der Kraft der Seele und ihren Energien zu erschaffen, geformt durch das Wissen des Geistes. Die Kraft des Wissens und die Kraft der Seele muessen in Harmonie miteinander und natuerlich im Gleichgewicht stehen.
– Es ist schwierig, angesichts der Sorgen und Schmerzen...
– Verbundenheit.
– Alle Seiten der Welt.
– Alle Seiten der Schoepfung.
- Jeder lebende Organismus ist eine Welt aus Welten und Freiheiten, die die Grenzen ihrer Bestimmung nicht ueberschreiten k;nnen und ihr Wesen als einen Zustand seelischer Energie und geistiger Erkenntnis entfalten.
- Ausnahmen?
- Ein von jemandem geschaffenes Objekt lebt nicht. Das Leben ist die Ausnahme. Ein einziger Atemzug, und schon lebt man ein voellig anderes Leben – in jedem Augenblick.
- Und ist aus den Grenzen des Nichtseins herausgetreten?
Das Geheimnis des Lebens liegt in der Faehigkeit zu atmen – alles atmet. So uebersteigt es seinen eigenen Zweck; denn es ist weder ein Gegenstand noch ein lebloser Koerper, sondern vielmehr etwas, das sich in allem Existierenden entfaltet. Und dies ist das ewige Leben – ein unaufhoerlicher Kreislauf vom Sein zum Nichtsein und zurueck, angetrieben durch die Vereinigung von Teilchen hoechst unterschiedlicher Energien, bewirkt durch die Kraft des Wissens um sie. Eine Reise in Welten, durch Welten ...
Es ist, als lie;e man seine Gedanken durch die Ewigkeit schweifen – schliesslich ist das moeglich; so gelangen wir zu Erkenntnis, indem wir bestaendig ueber die Grenzen unseres physischen Koerpers hinausgehen, ohne die Moeglichkeit auch nur infrage zu stellen – obgleich das Leben im Fleisch derlei Dinge eigentlich nicht zulassen duerfte. Wir trauern in dem Glauben, es gaebe kein Leben nach dem Tod, und doch gleicht das Leben dem Gedanken: frei und allgegenwaertig.
— Und selbst hier ist die Freiheit nicht wahrhaft frei.
Denn es ist unmoeglich, in die Grenzen der physischen Koerper zurueckzukehren, die man hinter sich gelassen hat – sichtbar zu sein, sichtbar zu erschaffen fuer all jene, die in ihren Koerpern verweilen, das Leben zu fuehren wie eine Frucht, die aus der Bluete hervorgeht, und – in der Erfahrung von Freude am Schaffen und Empfinden – zu atmen.
– Gedanken ... atmen sie?
– Auf einer gewissen Ebene des Verstaendnisses koennte man sagen, sie atmen, doch das ist nicht die treffende Definition ihrer Existenzweise; sie pulsieren.
– Und die Seele – pulsiert sie auch?
– Man kann sie mit einer Melodie vergleichen, die sich aus vielen Klaengen zusammensetzt.
– Erzeugt sie einen Klang?
– Ja, das tut sie.
– Tut dies jede Seele auf andere Weise?
– Wie das wechselhafte Wetter.
– Regen, Wind und die Waerme der Sonne ...
Denn es ist unm;glich, in die Grenzen der physischen K;rper zur;ckzukehren, die man hinter sich gelassen hat – sichtbar zu sein, sichtbar zu erschaffen f;r all jene, die in ihren K;rpern verweilen, das Leben zu f;hren wie eine Frucht, die aus der Bl;te hervorgeht, und – in der Erfahrung von Freude am Schaffen und Empfinden – zu atmen.
Uebersetzt aus dem russischen: Мироздание души. На кронах небес
http://proza.ru/2026/05/21/35
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