Begleiter unseres Glaubens

Der Sommer trat hinaus auf die Wiesen
und hinterliess ein Meer aus Margeriten –
ein schneeweisser Traum voller Wunder
schuf ein kunstvolles Muster:
Statt blosser Punkte schenkte die Sonne
jedem Bluetenblatt einen leuchtenden Farbtupfer;
ein gelb-weisser Strauss im Tau
lockt im Morgengrauen wie in ein Maerchen …

Das gruene Laub der ungemaehten Graeser –
duftend wie frisch gepresster Orangensaft,
oder – als waere Wasser beigemischt –
mit einer Note von Wermutbitterkeit;
vielleicht sind Federgras eingeflochten,
Kuechenschelle, Minze und Mohn,
heilendes Blattwerk des Wegerichs
und Botschaften der Loewenzahnblueten – fuer das Glueck …

Erde klebrig wie der suesseste Honig,
Boden fuer die Kamillen-Ueppigkeit,
Wiese tritt auf den Seewiesen-Tal,
um vom Himmel heilige Unterschrift zu nehmen –
ein Engel schreibt mit Gedanken die Wiesen,
Er kennt keine bessere Beschaeftigung,
als Schoenheit von sich selbst zu schenken,
nur aus Liebe, in die Umarmung der Erde...

So schoen – alles blueht im Guten,
als Zeichen goettlicher Geduld...
Das braucht man nur, so ein Haus zu schmuecken
mit dem Einblick von Sommer und Begierde!
weisst du, der Engel schlaeft auch in der Nacht nicht,
er prueft die Perlen mit Tau,
in jeder Perle goldet ein Sonnenstrahl
die Gedanken der Welt – unsere Glaubensgefaehrten...


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Uebersetzt aus dem russischen: Веры нашей спутники
http://proza.ru/2019/07/29/1005


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