Der Erzengel kannte die Stunde des Gebets

108 Minuten „OM“-Meditation / THE DEEPEST OM || 108 Times || Peaceful OM Mantra Meditation • 03.04.2018
https://www.youtube.com/watch?v=pnkFJ0NQrkM


Der Erzengel kannte die Stunde des Gebets und flehte fuer die Bewohner der Erde;
er rief die Stufe der Vergebung herbei und senkte sich vom Himmel naeher herab.
Der Erzengel fragte im Licht der Kraefte, wer ihn wohl ueberall schauen koenne;
ein Heiliger sprach, dass er unsichtbar sei – weder fuer die Engel des Himmels noch fuer die Menschen.
Sichtbar ist er dem, der ihm gleicht; doch durch Taten ist er fuer jeden und ueberall erkennbar;
so lautet das Gesetz: im Aussen und von aussen – Schutz durch Farbe, ein Wunder durch das Licht.
Weisser als Weiss ist der Fruehling der vollkommenen, beschwingten Gedanken;
es schwebt die gewichtige Zeile – wie Tonnen von Dampf –, der Geist der Glueckseligkeit.
Und alles, was er zu ersinnen vermochte – dieser Erzengel neuer Art –,
das schaut stets allein nur Gott und Sein Sohn, der aus dem Heiligen Wort stammt.
Dem Wesen nach ueberragt der Erzengel geistig um ein Vielfaches
alle Menschen der Erde und alle Planeten – von unermesslicher Macht.
Eine Stufe hoeher steht der Erzengel ueber den Engeln der unsichtbaren Welten,
und jene Stufen sind in ihrer zeitlichen Dauer kaum zu zaehlen.


Was der Gedanke schuf – sei es achtlos oder bedacht,
im Licht des Tages oder der Nacht –, es trat makellos ins Leben.
Wer die Augen vor dem Schmerz und Tod eines Bruders verschliesst,
verschliesst sie damit auch vor sich selbst – und ein Zurueck gibt es nicht mehr.
Wie man eine Huette baut, ein Haus, einen Palast oder eine Erdhuette, so auch die Seelen:
Das Gesetz ist der Anfang der Wahrheit, und alles strebt zur Vollendung.
Betrachtet man das Geschaffene nur von seinem Ende her,
wirkt es wie ein oedes Spiel – verglichen mit dem Prozess seiner Erschaffung.
Man kann nicht fliehen vor jenen, die des Gewissens Antwort sind, bestimmt durch das Schicksal;
man kann jene nicht annehmen, die Seelen wie Liedverse verheizen, bloss um sich zu vergnuegen.
Ja, es ist schwer zu unterscheiden, wen man besser meiden sollte
und wer wie ein Baustein wirkt, damit der Tempel des Lebens nicht zerfaellt.
Und doch liegt die Wahrheit darin, dass das Geruest fuer den Aufbau des Lebens
aus vielen Gedanken, Klaengen und Worten besteht – und zwar aus jenen, die man von Anfang an waehlte.


Wie komplexe DNA und RNA, die jedem Leib innewohnen,
vereinen sich Suende und Heiligkeit im wachen Denken.
Was die Menschheit von gestern in ihrer Torheit vollbrachte,
erntet sie heute und schleudert lautstark die Herausforderung in dieses Wirrwarr.
Alles wiederholte sich wie eh und je; man ergab sich einem nichtigen Plan –
jene, die ewiglich begehrten, die Widerspenstigen zu beugen.
Die Unschuld ihres Begehrens liegt darin, dass sie von Engeln weit entfernt sind;
sie leben im Gestern, und der Blick in die Zukunft bleibt ihnen verwehrt.
Bisweilen hat Unkraut den Keim eines Baumes vernichtet;
der Sonne des Tages nicht standhaltend, war er dem Tode geweiht.
Man beachte: Die Essenz der Natur erstarkte durch Samen der Art,
und ihr ganzer Wachstumspfad verwurzelte sich tief im Gefuege des Daseins.
Die Entfaltung von Energien fuer neu entstehende Gedanken –
ein fruchtbarer Boden, der den Samen als Segel fuer ihr Gedaechtnis dient.


Soll man den Suendern also verzeihen fuer ihr Unwissen und ihre Schwuere,
da sich ihr Verlangen nach Fruechten, die reich an Gift sind, nicht baendigen l;sst?
Ja, man muss allem ausweichen, was nicht gnadenlos verfolgt –
es erkennen, bewahren oder beseitigen, wenn es erstickend wirkt.
Einem lebendigen Leib dient ein solches, planloses Warnnetz als Schutz,
damit er nicht den Stachel eines Fremden erleiden muss.
Was nicht der Schoepfer selbst erschuf, steht gegen das Lebenswohl;
Fuer Boese endet die Reinkarnation – durch fremde Hilfe und Mut.
O, jedes Werk ist gut, wenn es nach goettlicher Art vollbracht wird;
Man sollte fragen – sei es auch erst beim hundertsten Mal –, ehe man einen Entschluss fasst.
Das Bewusstsein ist das Licht reinen Glaubens; es taeuscht nicht und gibt sogleich Antwort;
Der Erzengel, begleitet von Engeln, nimmt die Spur eines jeden Gedankens wahr.
Der Erzengel kann den Lebensfaden eines jeden Wesens zum Ursprung zurueckfuehren
und den Kreis der Inkarnationen schauen, um zu verstehen, was jenem widerfahren ist.


Wer Blut vergiesst, der stammt gewiss aus Christi eigenem Schoss,
ist Teil von Ihm, Sein Geist, ein Stein im heiligen Bauwerk gross.
Doch wer im Geiste reift und nur mit seiner Seele blutet,
traegt unsichtbares Licht hinaus, schuetzt schlichtes Leben, das da ruht.
Oft faellt es ihnen schwer zu waehlen: maehen oder stehen lassen?
Das Unkraut tilgen, damit der Lebensbaum erblueht – die Wahl zu fassen.
Jedem ist die Wahl gegeben, die Verantwortung fuer des Baumes Saat,
fuer jenen, der um dessen Ursprung weiss – und aus welchem Schoss er kam zur Tat.
Der Erzengel, gleich einem Samen, aus Gedanken durch Gedanken geformt,
festigte im Licht der Seele die siegreiche Zahl der Entscheidungen.
Je mehr Licht in die Welt der Seele drang, desto mehr Wissen nahm sie in sich auf;
die Welt des Geistes – das Salz des Feuers der Traene – erschien als Vision des Engels…
So erschien der gefluegelte Gast den Moenchen im stillen Tempel des Kailash
und verkuendete: „Die Mahd beginnt!“ – Verbeugung vor dem Erzengel in der Stunde des „Om“.


Uebersetzt aus dem russischen: Архангел час молитвы знал
http://proza.ru/2020/03/24/1944


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