Gebet. O Mutter Gottes, vergib...

Allein steh’ ich vor den Ikonen, bete fuer alle zu Deiner Reinheit:
O Mutter Gottes, ich eile dorthin, wo einst die Hugenotten lebten...
Erinnerst Du Dich an jene blutige Nacht, das Kind der Bartholom;usnacht?
Mir scheint, der Geist des treulosen Betrugs ist nicht verschwunden.
Auch wenn man die Tochter nicht vergiftet, so vergiftet man doch den treuen Sohn,
Weil man das nicht ertrug, woran ihre Freude sich haette laben koennen...
Alle kaempfen um ihren Anteil, um das Gold, das die Taschen blaeht,
Doch ich bete fuer ihren Block, fuer das Herz aus Stein, das frohlockt;
Sie kennen Dich nicht, st;tzen aber dennoch die Mauern der Kirche;
Vergib ihnen – wie auch mir –, dass wir fuer blosse Lumpen der Vergaenglichkeit anheimfallen.
Ich bitte nicht darum, dass man uns liebt, ich bitte darum, durch gute Taten zu lernen,
An das Wunder zu glauben – an das Antlitz des Lichts... Erscheine, sei es mit Kreide auf Papier,
oder zeichne Dich ab auf der Scheibe des alten Schuppens,
auf dass wir in uns das Neue schauen und durch Dich nach dem Paradies verlangen.
Ich bete zu Dir, zu Deinem Blut, und behuete dabei das meine und das aller anderen:
O Mutter Gottes, vergib dem, der ohne Liebe gelebt hat.

Amen


Uebersetzt aus dem russischen: Молитва. О Матерь Божия, прости...
http://proza.ru/2014/02/18/356


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