Gebet. An den Geist der Zeit
Damit du zur Wolke wirst, als Regen faellst,
Und die Erde mit einem Blitz treffen kannst,
Um dann zu Schnee oder gar zu Eis zu werden.
Ich moechte, dass du als Wind auf mich wehst,
Oder dich als Himmel ueber mir erweist.
Ich moechte, dass du als Donner zu mir blickst
Und die Wahrheit verkuendest, die die Welt verschweigt.
Alle traeumen einen schrecklichen Traum – es herrscht Krieg,
Im Blut der Sonnenstrahl, er ist ein scharlachrotes Licht,
Und alle schweigen, doch man hoert die Sehnsucht,
Aus ihren heissen, verwundeten Herzen.
Rette sie doch, sie leben noch!
Werde Gott, wenn es sein muss, ich bitte dich,
Oder werde Gras und flechte einen Zopf,
Als Kranz, falle auf die Erde, in den Tau.
Es gibt eine Wahl – Mitleid zu haben oder zu toeten,
Schenke ihnen allen das Leben, wenigstens um meinetwillen.
Ich werde darauf verzichten, „ewig zu leben“.
Ich werde jedem einen Teil von mir geben.
Lass sie leben, bitte, lass sie doch leben!
Geist der Zeit, ich bin der Gedanke, dein Traum.
Beende den Krieg und lass sie trinken,
Von unserer Gnade. Das Leben – das bist du und ich.
Amen
Uebersetzt aus dem russischen: Молитва. Духу Времени
http://proza.ru/2015/10/19/152
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