Quecksilber. Nicht um die Fluegel streiten

In dieser Welt aus Gold der Mondn;chte
und silbernen Sternen am Himmelszelt,
aus dem Feuer flammender Saiten – ein Netz der Tage,
im Licht der gluehend heissen Sonne,
ueber Lehmwege hin zu einem Felsvorsprung,
durch feinsandiges Dickicht,
zum Klang von langem und kurzem „…husch!“,
und inmitten eines leichten Erdbebens,
in ein frisch zu einem Kegel ausgehobenes Becken,
das von einer dichten Haut umschlossen ist,
sammelt sich Quecksilber, sein Karussell beginnt den Tanz,
angetrieben durch Ruettelaggregate, munter …
… das Uebrige offenbart sich durch einen Lichtspalt der Erde,
wiederum punktgenau, wie gewohnt –
der Laser wird verraten, woher die Wege kamen
und wohin sie, wie ueblich, geflossen sind …
Man koennte auch einen anderen Weg waehlen,
um das Makel loszuwerden –
wie ein Netz im Wind durch Roehren wirbeln,
bis die Gifte durch Reibung rasch vergingen …
Wir wissen: Die Grube liegt unter dem Berg,
alles fliesst an einem Punkt zusammen …
Wir wissen: Der Wind ist Zunge und Heulen,
leckt an Wunde, Narbe und Bodenwelle.
Damit das Blut nicht unheilvoll in der Wunde verbleibt,
muss man ihm einen Abfluss gewaehren.
Damit das Leben wieder gesund erstrahlt,
muss ein Ruck aus der Not uns neu beleben.
Denn Bewegung ist Leben, doch alles hat Grenzen;
man darf sich beim Streben nicht ueberanstrengen.
Denn Geburt heisst Schwimmen fuer den, der nicht fliegen konnte –
und im Aufstieg nicht um Fluegel zu kaempfen.


Uebersetzt aus dem russischen: Ртуть. Ртуть. Возвышаясь, за крылья не драться
http://proza.ru/2020/07/31/128


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