In fliessendem Muster wogend

In fliessendem Muster wogend
stichelt die Treppe von der Vergangenheit –
„Keiner erfreute mich mit Worten,
in den Stufen schlaeft die Zeit, die Jahre;
das Relief ueber mir bleibt unveraendert,
und das Licht blickt durch das Fenster
auf die Steine, auf die gemusterten Wellen,
mal hinauf, mal hinab …
Und nur der ewige Besucher
sucht das Haus gewohnt auf;
er ist nicht von dieser Welt, makellos,
hat nie seinen Fuss auf den Stein gesetzt;
er kommt puenktlich zur Begegnung,
ohne hinter sich die Tuer zu schliessen –
jene besondere Pforte fuer den Fluss
der fuer das Auge der Welt unsichtbaren Wellen;
er hat die alte Pyramide in Gang gesetzt
und ist wieder fuer Jahre verschwunden;
Seinesgleichen – selbst dem Anschein nach –
hat der Sand unter dem Staub nie gekannt …“
„Ich schweige tief und still,
in Sorge um mich selbst …
Er beglueckt mit hoher Helle,
ohne ein boeses Wort zu verlieren …“

Eine Treppe, die seit Jahrtausenden niemand mehr betreten hat.
Hathor-Tempel in Dendera, Aegypten.


Uebersetzt aus dem russischen: Волнуясь плавленым узором
http://proza.ru/2020/06/07/1852


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