Ich glaube an die Begegnung

Das Schiff hat seine Segel noch nicht entfaltet,
in den Lichtern der Nacht hat es in der Stille angelegt,
die Matrosen haben seine Lichter angezuendet,
und es erschien wie ein kristallines Wunder.

Hinter dem Schiff verschluckte der Berg die Nacht,
liess den ganzen Himmel von seinen Schultern gleiten, hin zum Morgen,
und bedeckte mit einem blauen Tuch das Leuchten der Sterne,
das Strahlen des kosmischen Paradieses.

Der bluehende Kosmos ist ewiger Fruehling,
wie schade, dass die Voegel nachts nicht zwitschern,
sonst wuerden sie auf dem Schiff die Worte hoeren,
die den Goettern nachsprechen: „Ich glaube an die Begegnung …“

Doch nein, die Nachtigallen singen im Morgengrauen,
und nur die Sterne lauschen ihrem Gesang,
und ich, auf der Bank sitzend, sehnsuechtig nach Liebe –
die Ironie der Fantasie schlaeft nicht.



Zu dem Foto eines Schiffes eines unbekannten Autors
(veroeffentlicht von Polina Nagaeva)

Uebersetzt aus dem russischen: Верю в встречу
http://proza.ru/2021/07/11/994


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