Die Erde lebt, wie alle Himmelskoerper, ihre eigene Realitaet – ebenso wie jedes Wesen auf ihr, wie alles Leben auf und im menschlichen Organismus, ja sogar in den Energieschichten des Kosmos und in den unterschiedlichsten lebendigen Seelen; denn auch sie sind Koerper der Koerper, die im Raum der Ewigkeit schweben. Es wird die Zeit kommen, da die Menschen alles Lebendige – Sichtbares wie Unsichtbares – wahrnehmen und durch das Vertiefen des Gedankens in den Raum aus dem Raum aller Zeiten lesen koennen (denn auch die Zeit ist ein Energiekoerper aller Gedankenformen); sie werden Wissen zum Wohle des Guten ohne technische Hilfsmittel erlangen und Technik nur zur Bewahrung von Energie einsetzen, nicht umgekehrt – denn genau dazu ist die lebendige Natur erschaffen worden. Ein ausgewachsener Baum strahlt Energie in einem Radius von etwa 30 Metern aus, ein bluehendes Feld sogar noch weiter; ihr Fortbestand ist von grosser Bedeutung, besonders fuer die kleinsten Lebewesen, da diese zahlreichen Feinden ausgesetzt sind. Die Menschen werden lernen, Energie aus der Luft zu gewinnen – ueberall dort, wo Leben existiert –, und fuer eine gewisse Zeit werden Kriege ihren Charakter wandeln: Es wird kein Blut mehr fliessen, doch an die Stelle von Traenen wird eine tiefe Traurigkeit treten. Einem kuenftigen Unheil laesst sich schon heute vorbeugen, indem man auf den uebermaessigen Einsatz jener militaerischen Macht verzichtet, die urspruenglich zur Gewinnung wertvoller Nahrung und Heilmittel sowie zur Fortbewegung im Raum entwickelt worden war. Niemand wird diejenigen an sich heranlassen, die Schmerz zufuegen; die Menschen werden selbst erkennen, wie sie dem Virus des Boesen am besten begegnen koennen, und allmaehlich ihre einstige Kraft sowie die Freude am Miteinander zurueckgewinnen. Taeuschung ist Selbsttaeuschung, und auf Luegen laesst sich kein Glueck aufbauen; denn alles, was der menschliche Gedanke fuer ein anderes Lebewesen bestimmt – sei es Gutes oder Boeses –, bestimmt er zugleich f;r denjenigen, der ihn gedacht hat. Es handelt sich dabei um einen komplexen Kreislauf von Wirkungen, die nicht bloss wie ein Bumerang zurueckkehren, sie geht zwangslaeufig von Generation zu Generation ueber, durch alle Bewusstseinsstrukturen jener Lebewesen hindurch, dank derer sich die Umsetzung des Auftrags in die Realitaet vollziehen soll – sei es rasch oder irgendwann, je nach dem erbetenen „Wunder“ einer menschlichen oder sonstigen Schoepfung. Selbst wenn ein Schmetterling herbeifliegt und sich auf eine Hand setzt, geschieht dies nicht ohne Grund: Es erfuellt sich sein Wunsch – noch als Schmetterling –, zu erfahren, was ein Mensch eigentlich ist. So etwa ist die Welt der Gedanken beschaffen – eine wunderbare Welt der Schoepfung, eine geistige Sphaere, aus der sich alles Moegliche formen laesst; doch alles hat seine Zeit, wobei das Gute schneller Gestalt annehmen kann. Es waere besser, die Zukunft der Menschheit angenehm zu gestalten, um sich nicht vor dem Unangenehmen abschotten zu muessen. Leider wird der Virus des Boesen vererbt; er kann in jedem Menschen wie ein ungebetener Gast aufflammen – voellig unerwartet und allein aus dem genetischen Gedaechtnis der Vorfahren heraus, indem er sich ploetzlich im physischen Koerper aktiviert. Daher ist die Todesstrafe, die ein Mensch ueber einen anderen verhaengt, eine inakzeptable Grausamkeit – es sei denn, sie dient der Abwehr einer unvermeidlichen Gefahr. Erdachte Kriege, die der eigenen Bereicherung und der Unterwerfung anderer dienten, verschwanden allmaehlich aus der modernen Denkweise der meisten Menschen. Doch mit dem Aufkommen der Kraft neuer Frequenzen – und der Angst vor ihnen als etwas Unbekanntem, das womoeglich „Boeses“ birgt (genaehrt durch die von den Vorfahren ueberlieferte Vorstellung ihrer Unausweichlichkeit) – regte sich der Wunsch nach Widerstand. Dies gleicht dem Verhalten von Kindern, die vieles fuerchten, was ihnen fremd ist, sich aber dennoch zwangslaeufig selbst wehtun, indem sie ausprobieren: „Was passiert wohl, wenn ...“ So verhaelt es sich auch mit der Menschheit als Ganzes: Sobald eine neue Entwicklungswelle aufkommt, entsteht zunaechst ein Chaos aus Misstrauen, Versuchen und schmerzhaften Fehlern; doch ist die Phase der Erkenntnis erst einmal durchschritten, erwaechst eine Liebe zum Neuen – als etwas, das sich ideal fuer ein behagliches Leben frei von Angst und Schmerz eignet. Ein Schmetterling sucht Schutz unter Blaettern, wenn es regnet. Ebenso wenig sollte der Mensch einen anderen Menschen – ein Wesen, das ebenfalls Schmerz empfindet und dessen Geburt notwendig war, um sich selbst zu wandeln und zugleich die Welt sowie Welten von Welten zu veraendern – mit einem „Hagel“ aus Angriffen ueberhaeufen. Das ist nicht schwer zu verstehen, wenn man versucht, sich in das Gegenueber hineinzuversetzen – den Schmerz des anderen als den eigenen zu empfinden, seine Freude als die eigene. Wenn man bedenkt, wie viele erschreckende Kriegsfilme geschaffen wurden und wie man sich Katastrophen oder Folter ausgemalt hat, dann weiss man: Heute sind all diese Gedanken, Menschen und Lebensgeschichten Realitaet geworden – Dinge, denen sie zugestimmt haben, indem sie genau diese zukuenftige Realitaet erschufen, sei es vor einem Jahr oder vor Jahrtausenden. Versuchen Sie einmal, ein literarisches Werk, ein Musikstueck oder ein Gemaelde ohne tonale Schwankungen oder den wellenfoermigen Verlauf einer Erzaehlung zu erschaffen – seien Sie versichert: Das ist eine schwierige Aufgabe. Daraus entstand der Grundsatz „Ohne Vergebung gibt es kein Leben“, denn der Mensch laesst sich allzu leicht von Nebensaechlichkeiten ablenken, die ihn daran hindern, sich von der Vergangenheit – die meist negativ gepraegt ist – zu loesen und ein Leben zu gestalten, das besser ist als das bisherige. Die Kraft der einen Lebensenergie ist genau das, wonach der Mensch strebt; sie ist der Weg zur Erkenntnis der Ewigkeit.
Uebersetzt aus dem russischen: Земля - миры миров
http://proza.ru/2022/03/04/82