Nirgends bin ich ganz zugegen
fuer einen Augenblick in jener anderen Welt, fuer eine Stunde zurueck im Haus des Geistes:
Meine Seele schwingt sich empor und kehrt wieder heim,
wenn der Koerper im Leben – gleich einem Tod – zur Ruhe kam.
Zurueck in der Welt der Vielen bin ich ein neugeborenes Kind;
denn ohne zu sterben, verweilte ich doch einen Teil des Tages in jener anderen Welt.
Reiht man solche Augenblicke aneinander, so koennte man meinen, ich haette geschlafen –
oder gleichsam: ich sei gestorben, ohne zu sterben, und hier nicht gewesen:
Der Herzschlag wacht, dann ruht er still,
bei Tag und Nacht schlaeft tief das Herz; erwacht es, wandelt sich das Leben.
In fremden Welten weilend, seh’ ich mich oft selbst –
als Teil des Seins, wie im Traum, und stets bin ich ein Engel dort.
Mein Unsichtbares, allgegenwaertig – die Seele schwebt und schaut,
was mir der Schoepfer in der Parallelwelt zu erkennen goennt:
Spuren, die jenem Leben gleichen – doch Technik, Alltag, Leibgestalt
und Geistesklarheit sind anders geartet, genaehrt von dem, was meinen Geist erfuellt.
Als Wink erscheine ich – sogleich, hier wie dort, in ein anderes Leben –,
ganz und gar im Augenblick, da ich als Gedanke lebe.
Am liebsten weile ich dort, wo der Lichtblick der Zukunft strahlt:
Kein Krieg, kein Trug, und das Herz schlaeft niemals ein.
Mein Heim ist eine herrliche Welt – fern von der Erde liegt mein Heim –,
dort kennt man keinen Zwist, das Leben stroemt wie der Quell der Ewigkeit.
Kindlich frohe Musse, ein Gespraech in Versen,
Melodienschluessel – eine Fruehlingswiese, und Glueckes Pfad in Wasserlaeufen;
und die Sonne! Wie ein Rad, das Wesen weiter Himmelsraeume,
haelt sie sich mit Strahlen fest an ihrem irdischen Ort.
Wo der Mensch im Geiste weilt, gibt es keine Schranken, keine Schloesser,
doch gibt es Schluessel aller Schluessel – fuer mich wie ein Hort des Wissenslichts.
Uebersetzt aus dem russischen: Нигде нет полностью меня
http://proza.ru/2018/08/01/48
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