Das allwissende Gedaechtnis

Jede geistige Vorstellung – jede Vision –
besitzt weder Ausma;e noch Grenzen noch Gewicht;
alles, was dem inneren Auge im Geiste erscheint,
ist der koerperlose Ursprung des Lebens der Schoepfung;
alles, was aus dem eigenen Wissen heraus
in die sichtbare Welt tritt, ist eine Fortsetzung dieses Lebensursprungs;
koerperlose Empfindungen besitzen keine Bestaendigkeit,
sie haben weder Form noch Fleisch, weder Geruch noch Geschmack,
doch besitzen sie ihr eigenes Wachstum, ihre Lebensenergie und ihren Klang.

Und darum
traegt jede Geometrie des Universums –
sei sie als Ganzes oder im Einzelnen –
die Strukturen des Lebens in sich,
die kleinen wie die grossen – unsichtbar.
Denn Spiegelungen aller Art und
Verzerrungen der Erscheinung
von allem, was existiert,
stellen oft nur Trugbilder dar
und nicht die Wahrhaftigkeit des Phaenomens Leben.

Da ist ein gezeichnetes Quadrat, sichtbar,
doch schliesst man die Augen und fuehrt es an die Stirn –
da ist noch immer dieselbe Zeichnung, und sogleich, sichtbar,
erscheint im Quadrat ein Kreis, durch den Gedanken –
denn es gibt nichts Lebendiges, das eckig waere,
weder in den Gedanken noch im Fleisch des Lebens.


Das ist das Gedaechtnis, das allwissende, das von der Wahrheit lebt!


Aus den Beitr;gen im Philosophie-Forum:

Ihre Bewertung: Ausgezeichnet
Sija Tata, 18. Maerz 2014 – 00:05 Uhr


Uebersetzt aus dem russischen: Память, всезнающая
http://proza.ru/2014/01/24/336


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