Kaum noch etwas Irdisches, mein Gott. II. Zifei

GEWALTIG! Kraftvolle, tiefgruendige Musik zum Nachdenken!
Eine wunderschoene, futuristische Zusammenstellung fuer die Seele!
• 21.09.2019 Zifei. Musikalisches Imperium
https://www.youtube.com/watch?v=sYknWD7VNYQ

Ich weiss nicht, wie man lebt, ohne sich an dir zu freuen –
ein Laecheln, und alles im Leben ergibt wieder Sinn;
selbst wer nicht weise ist, wirkt wie ein Engel,
der im Flug versehentlich einen Fluegel verlor.

Ich suche keine Rechtfertigung fuer all die Widrigkeiten;
in der Einsamkeit waeren laengst alle zugrunde gegangen,
doch die Liebe braucht keinerlei Reue –
wer gemeinsam flog, traegt ewig Waerme in der Seele.


Vielleicht irrte ich mich, als ich in dir den Wanderer suchte,
und kann nun fuer das Leid keinerlei Ausgleich fordern –
weder Mitgefuehl, das aus tiefem Verstehen entspringt,
noch das Anerkennen unserer Begegnungen als Versprechen...

Haette ich womoeglich die Zeitkapsel verwechselt –
und mit ihr die Geschichte meines ganzen Lebens?
Denn in meinem Gefieder fanden sich nicht jene Federn,
die fest genug fuer einen einzigen, kuehnen Aufbruch waeren.

Dennoch moechte ich glauben, dass alles richtig war:
Ich rettete dich, ohne dabei mich selbst zu retten,
und blieb fern von jenem Ort, wo aus Hoffnungen
das weisse Fruehlingskleid gewebt wird – vielleicht vergeblich.


Hast du alles verwechselt – bis ins kleinste Detail?
Schmerzhaft bleibt mir der Tag in Erinnerung: Ich ging nicht mit dir mit …
Du standst an der Bruecke, riefst mich aus einer sonnigen Geschichte herbei,
und offenbartest mir deine Seele, nackt und bloss.

Ich bin schuld daran – aus Angst vor den Folgen,
indem ich den Gegner mit dem Blitz eines fremden Gedankens blendete,
nur damit du heil entkamst, ohne den Gruss zu erwarten
von jener, die vor dem Glueck geflohen war – wie ein kalter Fluss …

Ich glaubte, du w;rdest mich – die Seltsame – nicht verstehen,
und an meiner Seite ungluecklicher sein als ohne mich;
mir genuegte es, dass du an deine Auserwaehlte glaubtest,
mit der du alle Freude teiltest – und immer oefter auch den Schmerz.


Aus dem grossen Feuerhimmel zur Rettung,
genauer: aus der Erinnerung der Sonnenschichten,
schoepfte ich all das, was ich fuer dich niederschrieb,
und du verstandest alles zwischen den Zeilen –

wir erkannten, dass der Geist der gnadenlosen Last
den Planeten nicht schont, ihm kein Frieden winkt …
doch nur unsere Liebe (mag sie auch Fremde befremden)
fand Loesungen – und bot den Kriegen die Stirn.


Als die Sonne einschlief, um sich neu zu beleben,
ludest du mich nicht in deine Sphaeren ein;
doch neue Gedanken schufen eine Sinfonie,
sch;ner als alle Melodien, die dich einst durchdrangen.

Als die Sonne in Flammenpracht neu erstrahlte
und meine Familie auf Schiffen von dannen zog,
blieb ich allein zurueck – sieben andere im Gedaechtnis,
alle auf Erden, alle so wie ich …

Doch einer von acht … wer weiss, woran du dich erinnerst,
denn ein wenig haette genuegt, um an mich zu denken …
Du bist der Engel des Feuers; in die tiefen Fluten
haettest du einfach schreiten koennen, den Blick in meine Augen versenkt.


Tausende Fluege stehen auf meinem Konto,
fuer jene besonderen Engel des Regenhimmels;
fuer das Werk jubelten – neu durch Erfolge bestaerkt –
Himmel des Glaubens und Erde, in Versen besungen.

Du flogst durch die Weiten der galaktischen Raeume,
ohne die Bindung zur Heimatwelt je zu verlieren –
wie auch deine Schar, auf den Raedern der Erfahrung:
fern zu landen, doch niemals am Ziel vorbeizustuerzen.

Beschaemt ob der Fehler, zogen wir an den Faeden;
wer den langsten hielt, der fuehrt nun den Reigen an...
Wie schade, dass wir das Werk auf die Liebe gruendeten,
als das eine, wahre Siegel des Herzens...



Uebersetzt aus dem russischen: И почти ничего от земного, мой бог. II. Цифеi
http://proza.ru/2020/06/08/161


Kaum noch etwas Irdisches, mein Gott. I. Zifei
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Kaum noch etwas Irdisches, mein Gott. II. Zifei
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Kaum noch etwas Irdisches, mein Gott. VIII. Zifei
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