Licht und Farbe der Wahl des Wissens
Das Licht und die Farbe der Seelenhueter sowie das Licht und die Farbe ihrer Verschlinger unterscheiden sich durch die Sanftheit beziehungsweise die Stechendheit ihres Leuchtens. Die lenkende Kraft der Hueter ist stets sanft und auf euren lichten Pfad bedacht. Die verwirrende Kraft hingegen ist stets zerstoererisch und raubt die Lebenskraft.
Einem aus dem Licht des Gedankens geborenen Wesen liegt es nicht im Wesen, Trauer oder Aengste zu empfinden; vielmehr ist es dazu bestimmt, andere Lebensstrukturen zu betrachten und zu erkennen. Es wird geboren, um diese Empfindungen durch andere Wesenheiten zu verstehen – sei es durch bewusste Aufnahme oder unbewusst –, und setzt diesen Prozess so lange fort, bis es jene Buecher des Wissens gelesen hat, die seinem jeweiligen Weg entsprechen – oft im Gegensatz zu Licht und Farbe, zu allem Persoenlichen und allem Anderen. Wozu ist das noetig? Der Mensch widmet sich seiner eigenen Entwicklung sowie der seines Umfelds, indem er seine Energie in Personen oder Dinge einbringt; er vervielfacht seine Energie durch Teilung, laesst neue Quellen des Wissens und der Energie entstehen und gewinnt durch den Einfluss von Ebenen neuen Lichts an Staerke. Die Angst vor dem Unbekannten fuehrt zu Energieblockaden und Krankheiten – und folglich zu Siegen oder Niederlagen. Je lichter die Seele ist, desto dunkler ist ihr Gegenspieler, den sie erforscht; doch der Wissensaustausch ist unvermeidlich. Aus der Verbindung des Austauschs von Gedankenenergien entsteht etwas Drittes, eine neue Mitte. Teilen bedeutet Vervielfachen.
Den eigenen Feind zu sehen, reicht nicht aus; seine Staerken und Schw;chen zu kennen, ist von entscheidender Bedeutung. Das gewaehlte Mass und die Tiefe des Wissens bestimmen den Weg und das Umfeld der Lebenswelt des Menschen – denn er zieht jene Situationen an, an denen seine Seele w;chst, genaehrt von ihrem Licht und ihrer Farbe.
Man kann nicht allein durch die Wahl des Lichts leben, ohne eine Vorstellung von der dunklen Seite der Sch;pfung zu haben oder indem man die Augen vor all jenen Wesenheiten und ihren Reichen jenseits des Lichts verschliesst; dabei gilt es zu bedenken, dass auch die dunklen Seiten – im Streben nach eigenem Gleichgewicht – nach ihrem hellen Gegenstueck suchen, ohne jedoch das Wesen ihrer eigenen zerstoererischen Natur zu begreifen. Die Kraft der Seele waechst durch das Wissen des Geistes: Je mehr Wissen vorhanden ist, desto staerker leuchtet das jeweilige Licht des Lebens.
Er ist allgegenw;rtig und allwissend, da er alles durchdringt. Da der Mensch einen Teil des Schoepfers in sich traegt, liegt es in seiner Natur, nach Allgegenwart zu streben. Und selbst wenn Sie auf einem bestimmten Gebiet ein absolutes Genie sind, werden Sie auch die Kraefte aller Zeiten benoetigen … Es ist entscheidend, sich nicht am Status quo festzuklammern, aber auch nicht die Tueren wieder zu verschliessen, die man einst geoeffnet hat. Noch wichtiger ist es, jene Energiefenster zu schliessen, die kaum Bereicherung bringen, sondern vielmehr das Gleichgewicht von Seele und Geist stoeren – oder die das erreichte Gleichgewicht schlicht nicht stuetzen, sondern Ihre Energie an falsche Bestrebungen verschwenden.
Das Licht aller existierenden Bewahrer ist staerker als das eure allein; das Licht aller existierenden Zerstoerer ist staerker als das eure allein. Von der Entscheidung, ein absolutes Gleichgewicht des Geistes zu erlangen, haengen euer Weg und die Kraft des Lichts ab – eine Kraft, die staerker ist als alle Zerstoerer und Bewahrer zusammengenommen. Das unterbewusste Streben eines jeden Menschen ist es, den hoechsten Punkt des Gleichgewichts zwischen der lichten und der dunklen Welt zu erreichen, ohne sich fuer die eine oder die andere zu entscheiden, und dabei die Unausweichlichkeit der ewigen Existenz von Licht und Schatten als feine energetische Nuancen der Weltenordnung zu begreifen, – ueber sich selbst hinauswachsen und nach nichts Weiterem mehr streben; ueber dem Gleichgewichtspunkt schwebend fortfahren, Wissen ueber alles und jedes zu schoepfen, mit der Moeglichkeit, ueberall und nirgends zugegen zu sein und – auf der Ebene des Gedankens – parallel zum Leben und zur Erkenntnis des Fleisches im Fleische zu wirken.
Es gleicht den Energieentladungen von Blitzen, die zugleich am Himmel und auf der Erde auftreten … Es gleicht Wassertropfen, die sich gleichzeitig auf der Erde und am Himmel befinden … Die Kraft augenblicklicher oder sich ueber die Zeit erstreckender Bewegungen ist nicht so entscheidend wie die Kraft des Wissens, das den weiteren Verlauf aller nachfolgenden Ereignisse bestimmt. Die Sanftheit und Schaerfe des Lichts, das aus der Verschmelzung von Gedanken entsteht, haengt von der Natur ihrer Bestimmung ab – davon, was, wem und wo es jeweils benoetigt wird.
Uebersetzt aus dem russischen: Свет и цвет выбора знаний
http://proza.ru/2018/10/08/1367
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