Im Licht der Welt. Musik im Enigma-Stil

Musik im Enigma-Stil 2026 | Die schoensten New-Age-Klaenge – 2 Stunden nonstop
Enigma-Traumlandschaft


Im Licht der Welt, inmitten der Lichter von Gedanken, Liebe und Fuersorge,
von Schoepfung, geheimnisvollen Ideen und freundschaftlicher Treue,
geformt zu den Waben der Lebenstropfen – wie Tau, ein Wunder der Ewigkeit aus Molekuelen...
Doch woher kamst du – Nigae kul, gefallener Engel der Zeitalter?

Ich huellte meine Augen in ein rotes Band – so schmerzhaft strahlst du –,
und legte weisse Spitzen an, um dir deinen Anteil widerzuspiegeln
am Wesen meines Lebens in den Welten zwischen den Welten des Kosmos,
in der Unmoeglichkeit zu erfassen, was die Hand fuer die Aufgabe brachte –
alles um mich her zu benetzen, wie Nieselregen im Frost,
zwischen Winden, im Salz der Ozeane und im Schmelzwasser des Eises,
ohne gierig das anzunehmen, womit du meine Seele besitzen wolltest;
so legte ich den Schleier des Hauptes an und betete mit meinem Leid zu den Heiligen
wegen der Verluste und des Ungluecks, das mir – durch wessen Gewissen auch immer – beschieden war,
und vergab ihren Haenden alles, waehrend ich von meinem mueden Stolz Abschied nahm.


Doch wohin bist du verschwunden, Nigae Kul? Warum ist alles so viel schoener geworden?
Ich schwebe dahin, ahne keine Stuerme, als haette man mir Fluegel verliehen...
Vielleicht bin ich ploetzlich zum Engel geworden, koerperlos vor lauter Glueck,
um meinem Stern zu begegnen – neu geboren in einem vertrauten Echo?


Das Wort „kul“ bedeutet im Tatarischen „Hand“, und „ni“ heisst „was“.
„Nigae kul?“ laesst sich mit „Wozu die Hand?“ oder „Warum die Hand?“ uebersetzen.
Moeglicherweise besteht eine klangliche Aehnlichkeit zu einer bekannten tatarischen Redewendung oder zu Jugendsprache (etwa eine verfremdete Form von „nigga, kul“ oder „nir;“ – wohin). Im Baschkirischen oder Tatarischen kann „nischli kul“ „was die Hand tut“ bedeuten oder auch im uebertragenen Sinne verwendet werden.


Oft ist es so, dass mir Worte in den Sinn kommen –
aus Worten erwachsen Reden, aus Reden die Taten.
Was einst mein Leben war, erwacht ploetzlich vor mir zu neuem Leben,
mit unglaublicher Kraft, als haette sich die Erinnerung von ihren Fesseln geloest.


Beim Musikh;ren fiel mir das Wort „Nige kul“ wieder ein.
Urspruenglich waren alle Sprachen der Welt eine einzige, universelle Verstaendigungssprache – eine gute Zeit, friedlich und ohne Grenzen. Doch dann steckte man Stoecke in die Erde und band Stoffstreifen daran, um – wie zur Vogelabwehr – die eigene Ernte vor jenen zu schuetzen, die sie weder gesaet noch gepflegt hatten; vor jenen, die kein Haus gebaut oder instand gehalten hatten; vor jenen, die es auf fremde Kinder abgesehen haben oder den hart erarbeiteten Wohlstand einer Familie rauben wollten. So traten an die Stelle von Ziergeflechten an Fenstern und Gehoeften Fensterlaeden und Zaeune; spaeter erfand man Waffen des Gewissens. Manchen dienten sie tatsaechlich nur dem Schutz, anderen hingegen ihren eigenen Zielen – denselben Zielen wie bei jenen ersten Warnfahnen: „Keinen Schritt weiter! Dies ist das Territorium von Familie, Gemeinschaft, Frieden, Liebe und Ruhe.“


Uebersetzt aus dem russischen: В свете мира. Музыка в стиле Enigma
http://proza.ru/2026/09/21/1755


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