Gerstenbrot
Autor: Alexandr Piatkov (Alexander Pjatkov)
Originaltext: proza.ru/avtor/alexanderan
Uebersetzt von KI
Veroeffentlicht auf proza.ru
Alexandr Piatkov
Gerstenbrot
„... Es ist ein Knabe hier, der hat fuenf Gerstenbrote ...“
Johannes 6,9
Der niedrige Insulinindex von Gerstenprodukten ist der Hauptgrund fuer all jene,
die auf ihr Gewicht und ihre Gesundheit achten, auf Weizenbrot zu verzichten und
zu Gerstenbrot zu wechseln.
In der Herstellung ist Gerstenbrot um ein Vielfaches einfacher als Weizenbrot.
Dieser Text beschreibt das Prinzip seiner Zubereitung an einem konkreten
Beispiel; Varianten der Ausfuehrung kann es viele geben. Gerstenbrot wurde im
Alten Rom noch vor dem Weizenbrot gebacken. Sogar die bekannte Speisung der
vielen Nachfolger mit den „fuenf Broten“ war ausgerechnet mit Gerstenbrot
verbunden. Die Geschichte hat uns reichlich Material zur Nachahmung hinterlassen.
In einer industrialisierten Welt kann man natuerlich von deren Standards
ausgehen. Ein Beispiel: Eine Packung Gerstengraupen – genau daraus wurde das
Gerstenbrot in diesem Fall gebacken – wiegt 600 Gramm. Ich nehme drei Packungen.
Alle anderen Zutaten sind auf diese Menge abgestimmt.
Wir sieben die Gerstengraupen. Das dabei gewonnene Mehl geben wir im letzten
Schritt zum Teig, nachdem der Sauerteig hinzugefuegt wurde. Die Graupen selbst
waschen wir gruendlich, um jeglichen Staub zu entfernen, wechseln dabei mehrmals
das Wasser, giessen es vollstaendig ab und lassen die feuchten Graupen quellen.
Wir nehmen eine halbe Packung Roggenkleie, etwa 75 Gramm, weichen sie in 200
Millilitern warmem Wasser ein und stellen sie an einen warmen Ort. Das Ziel ist
es, darin die Gaerung wilder Hefepilze anzuregen. Neben das Gefaess mit diesem
primitiven Sauerteigansatz kann man einen Topf oder einen Kessel mit heissem
Wasser stellen und alles mit einer gemeinsamen Decke abdecken, um die Waerme zu
halten. Die Kleie muss regelmaessig umgeruehrt und das Wasser im Kessel wieder
erwaermt werden. Die Gaerung kann ihren Hoehepunkt beispielsweise nach etwa 8
Stunden erreichen.
In diesen Sauerteig kann nach Erreichen des Gaerungshoehepunkts frische Hefe
hinzugefuegt werden, indem man einen Teeloeffel davon in 50 Millilitern warmem
Wasser aufloest.
Wenn die Gaerung deutlich einsetzt, kann man dem gesamten Sauerteig aus
Roggenkleie und Hefe ein paar Loeffel Weizenmehl hinzufuegen, alles gruendlich
verruehren und auf ein intensives Aufschaeumen warten.
Die Vermehrung des Sauerteigs laeuft wie folgt ab: Wir spuelen das Teigbehaeltnis
mit kochendem Wasser aus, um es zu erwaermen. Dann giessen wir den Sauerteig
hinein und fuegen 200 Milliliter warmen Roggenmalz-Aufguss hinzu (ein Teeloeffel
Malz wird vorab mit kochendem Wasser uebergossen und zieht bis zum Abkuehlen).
Wir sieben etwa 400 Gramm Weizen- oder Roggenmehl hinein, verruehren alles und
stellen es an einen warmen Ort, bis Anzeichen einer stuermischen Gaerung sichtbar
werden. Deren Entstehen wird durch regelmaessiges Umruehren und Erwaermen des
Sauerteigs beguenstigt, genau wie im ersten Schritt.
Wenn der Sauerteig aufgegangen ist, was sich durch seine zaehfluessige Konsistenz
zeigt, uebergiessen wir die Gerstengraupen mit kochendem Wasser und giessen es
sofort wieder ab. Dies ist notwendig, um sie zu erwaermen und dem Brot eine
gewisse Elastizitaet zu verleihen, die fuer Bruehteig typisch ist. Danach
vermischen wir die warmen Gerstengraupen mit dem Sauerteig, geben das Gerstenmehl
hinzu (das beim Sieben der Gerstengraupen im ersten Schritt gewonnen wurde),
verruehren alles sorgfaeltig und stellen es an einen warmen Ort.
Die breiige Konsistenz des Teigs laesst Gase frei entweichen, weshalb das Niveau
im Gaerbehaeltnis nicht stark ansteigt. Die Gaerung ist dennoch gut sichtbar. Man
sollte sie durch Umruehren und Erwaermen stimulieren. Dies laesst sich mit der
Zugabe von 100 Millilitern gut erwaermtem Sonnenblumenoel verbinden, das schnell
und gruendlich untergeruehrt werden sollte.
Sobald die Reife des Teigs an seiner stabilen Gaerung zu erkennen ist, kann man
ihn mit einer Kelle in geoelte und mit Paniermehl ausgestreute Formen fuellen und
an einem warmen Ort zur Endkrumme gehen lassen.
Bei maximaler Flamme backte das Brot im beschriebenen Beispiel 25 Minuten lang.
Danach wurden die Formen getauscht, und der Backvorgang dauerte weitere 25
Minuten.
Auf der Zeitachse liess sich der gesamte Prozess recht flexibel gestalten.
Gerstenteig erfordert keine so strenge Kontrolle wie Weizenteig – er laeuft nicht
ueber und uebersaeuert nicht. Die gesamte Prozedur kann etwa 17 Stunden dauern.
Alles wird nach Moeglichkeit und im freien Stil durchgefuehrt, ausser natuerlich
das Backen selbst: Hier muss man genau hinschauen. Nach dem Backen werden die
Formen aus dem Ofen genommen und kurz abgekuehlt. Anschliessend wird das Brot,
zum Beispiel durch Stuerzen, auf Holzgitter gelegt und mit einem Tuch abgedeckt,
damit es langsam auskuehlt.
Viel Erfolg allen, die zu den Urspruengen der Ernaehrung zurueckkehren moechten!
Eine antike Schlankheit des Koerpers, Rationalismus und Klarheit des Denkens
werden der Lohn sein!
Свидетельство о публикации №226100401367