Der Baikalsee blueht

Der Baikalsee blueht im Azur des Himmels – in Eis,
und atmet Methan inmitten seiner Wellen,
und birgt sich – wie in Vogeltraeumen – unter einem Dach,
bis der Fruehling naht, auf einer Faehre herbeigetragen...
Doch waehrend sie, in einer Kette, im Himmel sich verfluechtigen
und auf die Ufer des Baikals herabsteigen,
huellen die Traeume der Voegel die Kuechenschellen in Tau,
erfuellt von den Sehnsuechten des Sommers...
Auch die sonnige Stille des Sommers wird vergehen,
und der Herbst ist schon nicht mehr fern;
das Methan des Winters steigt vom Grund empor,
schwingt sich auf – wie die Fluegel von Voegeln, die keine Hand je fing...
Was erstarrt war, schmilzt im Fruehling dahin,
man wirft Netze aus und faengt es ein –
diese Lichter, wie das Gefieder des Feuervogels;
wer sie faengt, der hat von seinen Traeumen Abschied genommen.


Uebersetzt aus dem russischen: Байкал цветёт
http://proza.ru/2020/12/04/1479


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