Mein Leben ein freies!

Was fuer ein Genie soll ich schon sein?
Ein Trunkenbold, ein Raufbold!
Ich glaubte an den Herrn,
und an das Geschwaetz des Proletariats.
Ich irrte hin und her,
schlug mich irgendwie durchs Leben,
redete mal so, mal so,
doch am meisten liebte ich die Frauen.
Ich liebte meine Heimat, innig,
sie traegt keine Schuld daran,
dass ich – mit fatalen Folgen –
zwischen zwei Welten feststeckte.
Moegen doch alle sie so lieben –
doch ach, dazu fehlt die Kraft;
liebt man sie nur fuer ein paar Groschen,
ist das bloss leeres Gerede, hinter ihrem Ruecken.
Selbst in der feuchten Erde
bleib ich ihr Sohn – ich, Serjoga!
Und meine Seele – sie ist heiter gestimmt:
Es ist Jessenins Weg!
Ich liebte es, Gedichte zu schreiben,
ueber meine geliebte Heimat,
Puschkin zu preisen,
und zu Blok – mit dem Gestaendnis
meiner Schuld – zu kehren.
Ich spuere: Ich bin schuldig,
hab mich nicht rechtzeitig gebeugt.
Vergib mir – tausendfach vergib mir!
Mein Leben – ein freies!


Uebersetzt aus dem russischen: Жизнь моя - свободная!
http://proza.ru/2016/02/02/2584


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