Wie ein Nagel der Zeit
Gibt es einen Baum, so koennen an den Wurzeln
neue, belaubte Gebilde entstehen –
vier Kronen aus alten Stufen,
die sich in den Boden krallen, wie ein Nagel der Zeit;
und der „Schreckliche“ Zar bewahrte sie vor dem Regen,
liess ihn nicht in das Innere jener Treppe dringen –
dort, wo ich einst nicht war,
wo ich aber im Aprilfruehling sein werde
(Traeumen schadet nicht; es waere ja laecherlich,
die eigenen uralten Gebete zu vergessen) –
von der byzantinischen Jungfrau nahm die Zeit ihren Lauf –
drei Kapernkelche wuchsen aus der Palette hervor.
Ich stelle den Schirm beiseite und setze mich auf die Veranda;
die Fuesse, wie Wurzeln, sollen den Boden spueren,
und die Fluegel – von einer Schulter zur anderen –
wollen sich entfalten, waehrend sie Zeile fuer Zeile Geheimnisse lesen...
Vielleicht gelingt es mir tatsaechlich,
zu einem byzantinischen Anlegeplatz zu beten;
durch ihn werde ich alles begreifen –
die Gedanken der Sophia und das, was aus ihnen geworden ist.
Einmal im Jahr – so will es der Brauch –
nach einem Jahr der Stille, die frohe Botschaft kuendend,
wird ein Kaefig mit einem Vogel auf die Schwelle gestellt,
und Antworten auf Fragen werden freigegeben...
Die Schwelle – tritt ein, die Schwelle – geh hinaus, und glaube:
Du wirst gewiss noch einmal wiederkehren,
wirst beten – so, wie es der Geist zuvor nicht wagte –
und jedem, wie ein Engel, zulaecheln.
Uebersetzt aus dem russischen: Что времени гвоздём
http://proza.ru/2019/02/27/272
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